01:35 Nach dem verheerenden Tsunami und der drohenden Strahlenkatastrophe hat die japanische Notenbank den Geldmarkt am Montag mit sieben Billionen Yen (62 Mrd. Euro) unterstützt. Das war der größte Schritt der Bank of Japan seit der Verschärfung der Schuldenkrise in Europa im Mai vergangenen Jahres.
01:25 Die Verluste weiten sich aus. Der Nikkei-Index fiel in der ersten halben Handelsstunde um knapp fünf Prozent. Beim breiter aufgestellten Topix betrug das Minus sogar 6,6 Prozent.
01:10 Angesichts des Ausmaßes der Erdbebenkatastrophe in Japan hat der Handel am Aktienmarkt in Tokio am Montag mit starken Kursverlusten eröffnet. Der Nikkei-Index mit den 225 wichtigsten Werten fiel in den ersten Handelsminuten um knapp vier Prozent. Bereits am Freitag gab es ein Minus von 1,7 Prozent. Die Betreiberfirma mehrerer havarierter Reaktoren, Tepco, wurde wegen einer Fülle von Verkaufsaufträgen vom Handel ausgesetzt. 00:53 Der japanische Stromversorger Tepco verschiebt die geplante Drosselung seiner Energieversorgung. Ursprünglich habe der Konzern vorgehabt, mit der beispiellosen Rationierungsaktion für das Gebiet rund um die Millionenstadt Tokio am Montagmorgen (Ortszeit) zu beginnen, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. Nun solle die Stromversorgung erst einige Stunden später am Vormittag oder Mittag heruntergefahren werden. Die Verschiebung sei möglich geworden, weil sich ein geringerer Verbrauch abzeichne, berichtete Kyodo weiter.
00:45 Die Botschaften mehrere europäischer Staaten in Japan haben ihren Bürgern wegen drohender Nachbeben und eines möglichen GAU im beschädigten Kernkraftwerk Fukushima die Ausreise nahegelegt. Die Deutschen im Krisengebiet und im Großraum Tokio/Yokohama wurden aufgefordert zu prüfen, "ob ihre Anwesenheit in Japan derzeit erforderlich ist, und, wenn dies nicht der Fall sein sollte, ihre Ausreise aus dem Land in Erwägung zu ziehen". Dies gelte insbesondere für Familien mit kleinen Kindern, hieß es auf der Internetseite der deutschen Botschaft in Tokio.
00:30 Die Strahlenbelastung am japanischen Atomkraftwerk Fukushima I ist auch nach Angaben der Betreiberfirma Tepco gestiegen. Sie liege bei einem Wert von 751,2 Mikrosievert pro Stunde und damit etwas höher als bei einer Röntgenaufnahme, sagte eine Firmensprecherin. Nach dem Erdbeben und dem verheerenden Tsunami wurden in dem Kraftwerk an der Pazifikküste die Kühlsysteme beschädigt. Der Betreiber musste daraufhin radioaktives Gas entweichen lassen, um den Druck zu senken.