FTD.de » Politik » International » Katastrophe in Japan - Die Ereignisse des Wochenendes
Merken   Drucken   14.03.2011, 13:54 Schriftgröße: AAA

Chronik: Katastrophe in Japan - Die Ereignisse des Wochenendes

15:55 Die Kühlung des Reaktors in Onagawa arbeite problemlos, teilt die japanische Atomaufsichtsbehörde mit. Die erhöhte nukleare Strahlung stamme aus einem AKW, das in einer benachbarten Präfektur stehe. Die Behörde beruft sich auf einen Report der Firma Tohuko Electric.

15:30 "Dieses Erdbeben betraf weite Teile des Landes. Es wird den 20.000-Mrd.-Yen-Schaden für die Wirtschaft, den ein Beben 1995 Kobe anrichtete, bei weitem überschreiten", sagte der japanische Finanzminister, Kaoru Yosano. Japan stehe für die jetzige Katastrophe ein Fonds mit einem Volumen von 15,8 Mrd. Dollar für den Wiederaufbau zur Verfügung, sagte der Minister während einer Pressekonferenz in Tokio.

15:00 Japanische Behörden rufen auch für das knapp 160 Kilometer von Fukushima entfernte Kraftwerk in Onagawa den nuklearen Notstand aus. Für den Meiler in Onagawa sei wegen überhöhter Werte von Radioaktivität die niedrigste Notstandsstufe erklärt worden, teilte die Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) am Sonntag mit.

14:55 Japans Börsenaufsicht teilt mit, dass trotz der Tragödie die Handelsplätze in Nippon am Montag uneingeschränkt arbeiten würden.

14:40Die französiche Botschaft in Tokio rät französischen Staatsbürgern, das Gebiet um Japans Hauptstadt wegen der Gefahr einer möglichen Atomwolke weitgehend zu verlassen.

14:15 In Tokio wird die Elektrizität rationiert. Dabei werde es vorübergehend zu vollständigen Stromausfällen kommen, teilte das städtische Versorgungsunternehmen mit. Ab Montag werde auch in anderen Städten des Landes der Strom zeitweise abgestellt.

13:57 Uhr Regierungssprecher Yukio Edano hat seine eigene Aussage über eine Kernschmelze im erdbebenbeschädigten Kraftwerk Fukushima 1 zurückgenommen. Yukio Edano sagte, es habe im Reaktor 3 am Sonntag keine Kernschmelze stattgefunden. Radioaktive Strahlungswerte im Kraftwerk überschritten am Sonntag die zugelassenen Werte, doch Edano versicherte, es bestehe keine Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung.

13:52 Uhr Das US-Außenministerium hat eine Reisewarnung für Japan herausgegeben. Mitarbeiter von US-Behörden sollten alle nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Japan verschieben, hieß es in der Mitteilung am Sonntag. US-Bürger wurden aufgefordert, auf Urlaubsreisen und Besuche in dem Land vorerst zu verzichten.

13:49 Uhr Der Atomreaktor Nummer 2 des Kraftwerks Fukushima 1 soll offenbar ebenfalls mit Meerwasser geflutet werden. Laut Nachrichtenagentur Jiji werden bereits entsprechende Vorbereitungen getroffen.

13:44 Uhr Die Bundesregierung hat noch nicht zu allen in der japanischen Krisenregion lebenden 100 Deutschen Kontakt aufnehmen können, sagte Außenminister Guido Westerwelle am Sonntag. Bisher gebe es aber keine konkreten Hinweise, dass Deutsche zu Schaden gekommen sind. "Ausschließen kann ich es in Anbetracht dieser enormen Naturkatastrophe natürlich nicht", fügte Westerwelle hinzu.

13:20 Uhr Papst Benedikt XVI. hat am Sonntag auf dem Petersplatz in Rom für die Opfer des schweren Erdbebens sowie des anschließenden Tsunamis in Japan gebetet. In einer öffentlichen Messe lobte er "die Würde und den Mut" der Japaner im Umgang mit der Tragödie.

12:45 Uhr Rettungskräfte bargen nach Angaben von Premierminister Naoto Kan bisher mehr als 12.000 Menschen lebend aus den Trümmern.

12:29 Uhr Nach Schätzungen der Behörden sind bei Temperaturen um den Gefrierpunkt mindestens 1,4 Millionen Haushalte ohne Wasser und 2,5 Millionen Haushalte ohne Strom. Handelsminister Banri Kaeda sagte, man müsse mit weiteren Stromausfällen rechnen. Um die lebenswichtigen Funktionen zu sichern, werde die Stromversorgung für Privathaushalte voraussichtlich häufig unterbrochen werden. In vielen Orten werden Benzin und Lebensmittel knapp.

12:15 Uhr Die japanische Polizei bestätigte am späten Sonntag (Ortszeit), dass die Opferzahl 1000 Personen überschritten habe.

12:11 Uhr Japans Ministerpräsident Naoto Kan bezeichnet die Erdbebenkatastrophe als größte Krise des Landes seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Probleme in den japanischen Atomanlagen unterschieden sich aber grundlegend von der Katastrophe im ukrainischen Tschernobyl, wo vor 25 Jahren das Atomkraftwerk explodierte.

11:58 Uhr Trotz sich häufender Meldungen über erhöhte Radioaktivität in verschiedenen Landesteilen bestehen laut Energiekonzern Tohoku keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen. Experten vermuten, dass der Wind Radioaktivität aus der Provinz Fukushima herübergeweht hat.

Die Regierung teilte mit, dass die Brennstoffstäbe im Reaktor 3 des AKW Fukushima inzwischen wieder unter Wasser stünden. Es könne allerdings sein, dass sich dadurch ein explosives Wasserstoffgemisch unter dem Dach angesammelt habe. Selbst wenn es wie beim Block Nummer 1 zur Explosion komme, könne der Reaktor dem widerstehen. Es gebe keine Notwendigkeit für neue Evakuierungen.

Japans Zentralbank reagiert

  • FTD.de, 14.03.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  
Immobilien-Kompass
Immobilien-Kompass Deutschlands beste Wohnlagen

Preise, Mieten und Prognosen für Deutschlands Metropolen und Regionen mit detaillierten Übersichtskarten

Jetzt eigene Wohnlage prüfen

 
Anstatt FTD.de lese ich künftig ... Zum Ergebnis
Alle Umfragen
In eigener Sache
  • An Kiosks in der ganzen Republik hieß es am letzten Erscheinungstag der FTD: Zeitung vergriffen! Der Hype um die Schlussausgabe trieb merkwürdige Blüten. Der Verlag druckte 30.000 Exemplare nach. Wer keines abbekam - bestellen ist möglich. mehr

  •  
  • blättern
Zwischen Leben und Arbeiten
Work-Life-Balance

Die FTD hat zusammen mit dem GfK Verein die umfassendste bundesweite Studie zum Thema Work-Life-Balance veröffentlicht. Die Ergebnisse und mehr zum Thema finden Sie hier. Die Studie können Sie hier kaufen. mehr

Folgen Sie der FTD auf Twitter
Werden Sie Fan der FTD auf Facebook
  • Sie waren ein Herzstück der Zeitung und pointiert, scharf, teils brillant: Ihre Kolumnen, Leitartikel und Kommentare haben die FTD entscheidend geprägt. Zum letzten Mal: Unsere Kolumnisten sagen, was Sache ist. mehr

  •  
  • blättern
© 1999 - 2013 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Impressum | Datenschutz | Nutzungsbasierte Online Werbung | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

Geldanlage | Altersvorsorge | Versicherung | Steuern | Arbeitsmarkt | Energiewende | Ökostrom | Auto | Quiz | IQ-Test | Allgemeinwissen | Solitär | Markensammler