04:40 Die japanische Polizei spricht inzwischen von 9.000 identifizierten Todesopfern. Wegen der immer noch sehr hohen Anzahl an Vermissten, muss mit rund 20.000 Toten als Folge der Katastrophe gerechnet werden.
03:30 Der Rauch, der am Dienstag erneut über dem beschädigten Block 3 des Unglückskraftwerks Fukushima aufstieg, könnte von brennenden Trümmerteilen stammen. Dies teilte der japanische Verteidigungsminister Toshimi Kitazawa mit. Bei dem weißen Dampf über Block 2 handle es sich um Wasserdampf. Das deutet auf eine anhaltende Wärmeentwicklung im Abklingbecken mit verbrauchten Brennstäbe in dem Block hin.
03:10 Die Reaktorblöcke sollen weiter mit Wasser besprüht werden, um eine Überhitzung zu vermeiden. Aufgrund der Nachwärme in den Reaktoren verdampfe das bisher zugeführte Wasser, so dass eine Fortsetzung des Einsatzes von Pumpen und Wasserwerfern erforderlich sei, sagte der Sprecher der Atomsicherheitsbehörde NISA, Hidehiko Nishiyama, auf
einer Pressekonferenz. Bis Dienstagmittag wollen die Verantwortlichen eine Entscheidung treffen, ob die Lage vor Ort eine Wiederaufnahme der Wasserkühlung von außen zulasse. Dann sollen vor allem die Reaktorblöcke 3 und 4 mit Wasser besprüht werden.
Die Behörden hofften, dass die Verkabelung der Reaktortechnik mit einer von außen zugeführten Starkstromleitung in Block 2 bis Mittwoch abgeschlossen werden könnte. Neben Block 2 ist auch die Stromversorgung von Block 1 wieder möglich. Ziel ist es, die Beleuchtung in den Kontrollräumen wiederherzustellen und die reguläre Kühlung der Anlagen in Gang zu
bringen.
Auch zu den Blöcken 3 und 4 sei eine Stromleitung verlegt worden, sagte der Sprecher. Sobald sichergestellt sei, dass die Technik unversehrt sei, werde auch dort mit den Anschlussarbeiten
begonnen. Bei dem weniger kritischen Reaktorblock 6 läuft die Stromversorgung nach Angaben Nishiyamas über einen Notstromgenerator mit Diesel. Dieser soll demnächst ebenfalls durch eine externe Leitung von außen ersetzt werden.
02:42 An den Blöcken 1, 2, 3 und 4 des Unglückskraftwerks Fukushima I sind die Arbeiten zur Installation der Stromversorgung wieder aufgenommen worden. Das meldete die Nachrichtenagentur Kyodo. Der ausgetretene Dampf sei ungefährlich gewesen, teilte das AKW-Unternehmen Tepco mit. "Wir haben entschieden, dass es sicher ist, weiterzuarbeiten", sagte ein Sprecher.
01:55 Japans Regierung äußert sich skeptisch über die Lage in Fukushima. Es sei schwer zu sagen, ob sich das Ganze in eine sichere Richtung entwickle, sagte Wirtschaftsminister Banri Kaieda laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo.
01:15 Der Reaktor Fukushima I ist wieder an das Stromnetz angeschlossen. Der Meiler beziehe Energie vom Netz, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den Betreiber des Meilers, Tepco, am Dienstag. Währenddessen war am Dienstagvormittag (Ortszeit) über Block 3 der Anlage weißer Dunst zu sehen, aus Block 2 wich offenbar Dampf aus. Die Ursachen sind nach Angaben der Atomsicherheitsbehörde NISA in beiden Fällen unklar. Die Arbeiten zur Wiederherstellung des elektrisch betriebenen Kühlsystems wurden auf Dienstag verschoben, um die Arbeiter nicht noch stärker zu gefährden.