Es ist die schlimmste Naturkatastrophe seit Menschengedenken in Japan. Schwere Erdstöße und ein anschließender Tsunami verwüsten weite Landstriche. FTD.de berichtet über das Beben und seine Folgen.
14:05 Angesichts der Atomkatastrophe in Japan hat das Auswärtige Amt eine "Teilreisewarnung" für den Nordosten des Landes erlassen. Es riet außerdem von nicht erforderlichen Reisen nach Japan generell ab. "Das Auswärtige Amt empfiehlt allen Deutschen in der Region um die Atomkraftwerke Fukushima und im Großraum Tokyo/Yokohama zu prüfen, ob ein Aufenthalt in Japan weiterhin erforderlich ist", hieß es in der im Internet veröffentlichten Teilreisewarnung. Falls dies nicht gegeben sei, sollte eine Ausreise außer Landes in Erwägung gezogen werden, insbesondere von Familien mit Kindern.
Die japanischen Behörden hätten derzeit Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung im unmittelbaren Umfeld der betroffenen Atomkraftwerke ergriffen, hieß es weiter. "Deutschen wird dringend empfohlen, den Anweisungen der japanischen Behörden Folge zu leisten." Das Auswärtige Amt bat darum, laufend die aktuellen Hinweise auf der Webseite der Botschaft Tokio zu beachten.
14:05 Der Energiekonzern RWE nimmt den ältesten deutschen Atommeiler Biblis A kurzfristig vom Netz. Der Meiler Biblis B steht bereits seit Ende Februar wegen einer Revision still. Die beiden Biblis-Anlagen zählen zu den sieben Altanlagen, die laut Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der anstehenden Sicherheitsüberprüfung des gesamten deutschen Atomkraftwerksparks vom Netz gehen sollen.
13:57 Die weltweite Furcht vor den Auswirkungen der Atomkatastrophe in Japan hat die Ölpreise am Dienstag weiter auf Talfahrt geschickt. Im frühen Nachmittagshandel rutschte der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent um 5,33 US-Dollar auf 108,34 Dollar. Schon im frühen Handel waren die Preise kräftig gesunken.
Auch für den japanischen Leitindex Nikkei ging es weiter bergab. Er verlor erneut 10,6 Prozent und schloss bei 8.605,15 Punkten. Zeitweise erreichte das Minus sogar 14 Prozent. Zusammen mit dem Minus von rund 6 Prozent am Montag hat der Nikkei den stärksten Zweitagesrückschlag in 40 Jahren hinnehmen müssen.
13:55 Eine Evakuierung von Tokio zum Schutz vor einer radioaktiven Verstrahlung ist nach Einschätzung eines deutschen Experten völlig unmöglich. "Wenn es jemand schaffen könnten, dann der japanische Katastrophenschutz, der zu den besten weltweit gehört. Aber in so kurzer Zeit so viele Menschen aus Tokio rauszuholen, ist undenkbar", sagte der Vorsitzende des Deutschen Komitees Katastrophenvorsorge (DKKV), Gerold Reichenbach, in einem Gespräch mit der Deutschen Presseagentur. In Tokio leben 12 bis 13 Millionen Menschen, im Großraum sogar 35 Millionen. "Eine Evakuierung von solcher Dimension hat es nie zuvor irgendwo auf der Welt gegeben", sagte der Experte.
Frankreich bewertet Atomkatastrophe mit Stufe 6