Es ist die schlimmste Naturkatastrophe seit Menschengedenken in Japan. Schwere Erdstöße und ein anschließender Tsunami verwüsten weite Landstriche. FTD.de berichtet über das Beben und seine Folgen.
Bislang pumpt der Betreiber von Fukushima I radioaktives Wasser ins Meer. Ein russisches Schiff soll Tepco bei der Entsorgung helfen. Mit Barrieren aus Schlick und Schlamm soll das unkontrollierte Auslaufen in den Pazifik eingedämmt werden. Die Ereignisse vom Montag.
20:19 Wegen Engpässen bei Bauteilen aus Japan schließt der Autohersteller Toyota vorübergehend seine Werke in Nordamerika. Betroffen sind rund 25.000 Mitarbeiter. Das teilte Sprecher Mike Goss mit. Entlassungen seien nicht geplant. Wie lang die im April geplante Schließung dauere, hänge davon ab, wie schnell die Arbeit in den von der Erdbebenkatastrophe in Japan betroffenen Firmen wieder aufgenommen werden könne, sagte Goss. Toyota bezieht etwa 15 Prozent seiner Bauteile für in Nordamerika hergestellte Fahrzeuge aus Japan.
18:48 In einer Speicheranlage auf dem Kraftwerksgelände soll Platz geschaffen werden, um stärker strahlendes Abwasser lagern zu können. Dies sei nötig, weil vor allem im Turbinenraum von Block 2 sehr viel Flüssigkeit stehe, teilte Tepco mit. Aus dem Block konnte die giftige Brühe bisher nicht abgepumpt werden, weil es an Tanks fehlt. Dies wiederum hindert die Arbeiter an weiteren Versuchen, die Lage in Fukushima in den Griff zu bekommen. Die Helfer stehen vor einem Dilemma: Sie leiten immer mehr Wasser zum Kühlen der Reaktoren ein, wissen dann aber nicht, wohin damit.
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Stand der Informationen: 6. April 2011, 13 Uhr (MEZ)
18:27 Innerhalb von nur zwei Monaten soll der "Rat der Weisen" die Weichen für eine neue Energiepolitik in Deutschland stellen. Ziel sei ein breiter Konsens in der Gesellschaft, teilte die Bundesregierung der ersten Sitzung der neuen Ethikkommission zur sicheren Energieversorgung mit. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warb erneut für eine "Energiewende mit Augenmaß". Mit einer "möglichst kurzen Laufzeit" der Kernkraftwerke solle die Umstellung auf erneuerbare Energien erreicht werden, ohne dass der Klimaschutz zu kurz komme, sagte die Kanzlerin. Innerhalb des 14-köpfigen Gremiums gehen die Ansichten über die Rolle der Atomkraft jedoch weit auseinander.
17:30 Nach Einschätzung der französischem Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet müssen Nachkontrollen bei Atomkraftwerken vorgenehmen werden. "Einer der Lernpunkte aus der Fukushima-Katastrophe ist, dass die Abklingbecken große Probleme verursachen können", sagte Kosciusko-Morizet dem Radiosender "Inter". Das sei "vielleicht etwas, dem wir bei den französischen Reaktoren, vielleicht auch bei den EPR, noch nicht genug nachgegangen sind". EPR sind europäische Druckwasserreaktoren, die vom französischen Atomkonzern Areva hergestellt werden.
Aufräumarbeiten
Japan in Trümmern
17:02 Fischen, Muscheln und anderen Bewohnern des Meeres vor der japanischen Küste droht nach Einschätzung von Experten kaum Gefahr durch das radioaktive Wasser. Strömungen verdünnen das Wasser und verteilen die radioaktiven Teilchen. Hinzu kommt, dass etwa das radioaktive Jod-131 eine Halbwertszeit von acht Tagen hat. Nach rund 80 Tagen gilt es als abgeklungen. Dass große Fischereigebiete wie das Beringmeer vor Alaska verseucht werden, sei relativ unwahrscheinlich. Allerdings betonen die Forscher, dass radioaktive Stoffe im Plankton aufgenommen und so in die Nahrungskette gelangen können. Langfristige Auswirkungen seien derzeit also schwer abschätzbar.
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