13. September 1993 Nach Monaten geheimer Verhandlungen in Oslo einigen sich Vertreter Israels und der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) auf ein Rahmenabkommen einer Autonomieregelung für die Palästinenser im Westjordanland und im Gazastreifen. Darin ist eine endgültige Friedensregelung für Mai 1999 terminiert. Bei der Unterzeichnungszeremonie im Weißen Haus in Washington geben sich PLO-Chef Jassir Arafat und der israelische Ministerpräsident Jizchak Rabin die Hand.
26. Oktober 1994 Friedensvertrag zwischen Israel und Jordanien wird unterzeichnet. Er sieht eine enge wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit beider Staaten vor.
28. September 1995 Zwei Jahre nach der Geheimkonferenz von Oslo (Oslo I) wird ein Abkommen über die zweite Phase der Autonomie geschlossen (Oslo II), das am 28. November von Arafat und Rabin in Washington unterzeichnet wird. Darin wird ein Rückzug Israels aus dem größten Teil des Westjordanlandes in mehreren Phasen vereinbart. 4. November Rabin wird von einem rechtsextremen jüdischen Fanatiker ermordet.
29. Mai 1996 Rabins Nachfolger Schimon Peres verliert die vorgezogene Knesset-Wahl knapp gegen Benjamin Netanjahu vom rechten Likud-Block. Obwohl dieser zusagt, die Vereinbarungen mit den Palästinensern zu respektieren, gerät der Friedensprozess zunehmend ins Stocken.
14. Januar 1997 Israel und die Palästinenser unterzeichnen ein Abkommen über den längst überfälligen Abzug der israelischen Truppen aus Hebron und weiteren Teilen des Westjordanlands.
März Nach dem Beginn der Bauarbeiten für die umstrittene jüdische Siedlung Har Homa in Ostjerusalem brechen die Palästinenser die Verhandlungen mit Israel ab.
Januar 1998 Die USA legen einen Kompromissplan vor, der die Räumung weiterer 13 Prozent des Westjordanlandes durch Israel vorsieht. Die Palästinenser stimmen zu, Israel lehnt den Plan ab.
23. Oktober Unter Vermittlung der USA einigen sich Arafat und Netanjahu nach achttägigen Verhandlungen in Wye Plantation bei Washington auf ein Abkommen zur Wiederbelebung des stagnierenden Friedensprozesses. Doch Netanjahu zögert die Umsetzung immer wieder hinaus.
20. November Israel setzt die erste Stufe des Abkommens um und räumt zwei Prozent des Westjordanlands.
2. Dezember Netanjahu stoppt den Truppenabzug. Er rechtfertigt dies damit, dass die Palästinenser ihre Sicherheitsgarantien nicht erfüllten.
17. Mai 1999 Netanjahu unterliegt in der vorgezogenen Wahl zum Ministerpräsidenten seinem Herausforderer von der Arbeitspartei, Ehud Barak. Dieser verspricht, das Wye-Abkommen umzusetzen.
3. September Nach wochenlangen zähen Verhandlungen einigen sich Israelis und Palästinenser auf ein Umsetzungsabkommen für Wye. Vorgesehen ist ein israelischer Truppenabzug aus elf Prozent des Westjordanlandes in drei Stufen bis zum 20. Januar 2000 sowie die Freilassung von 350 Gefangenen.
13. September Beide Seiten nehmen in Jerusalem die Gespräche über einen endgültigen Friedensschluss auf.
5. Oktober Barak und Arafat unterzeichnen ein Abkommen über einen Landweg zwischen den palästinensischen Gebieten im Westjordanland und dem Gazastreifen.
8. November In Ramallah im Westjordanland beginnen die Friedensgespräche über den endgültigen Status der palästinensischen Autonomiegebiete und Jerusalems.
24. Januar 2000 Israel und die Palästinenser einigen sich auf Einzelheiten über den überfälligen israelischen Truppenabzug aus weiteren 6,1 Prozent des Westjordanlandes. Das angestrebte Rahmenabkommen soll bis zum 13. Februar verabschiedet werden.
13. Februar Nach Ablauf der Frist für ein israelisch-palästinensisches Rahmenabkommen machen sich beide Seiten gegenseitig für das Stocken der Verhandlungen verantwortlich. Die Verhandlungen werden vorerst nicht fortgesetzt.
5. März Das israelische Kabinett beschließt die Beendigung der 20 Jahre dauernden Besetzung des Südlibanon.
21. März Israelis und Palästinenser kommen südlich von Washington zu neuen Friedensgesprächen zusammen.
13. Mai Beide Seiten lassen zum zweiten Mal eine Frist für ein Rahmenabkommen über eine endgültige Friedensregelung verstreichen.
15. Mai Das israelische Parlament stimmt einem Plan von Barak zur Übergabe von drei Jerusalemer Vororten an die Palästinenser zu.
4. Juli Der PLO-Zentralrat beschließt nach zweitägigen Beratungen, die Ausrufung eines eigenen Staates am 13. September vorzubereiten.
9. Juli Baraks größter Koalitionspartner, die ultraorthodoxe Schas-Partei verkündet ihren Ausstieg aus der Koalition und begründet ihren Schritt mit Bedenken, dass Barak zu große Zugeständnisse an die Palästinenser machen könnte.
11. Juli Beginn des Nahostgipfels auf US-Präsident Clintons Landsitz Camp David.