Schwierig, zerrissen, schmerzhaftSeine Architektur ist schwierig, zerrissen, schmerzhaft. Sie gilt als geeignet für ein Jüdisches Museum, das den Holocaust thematisiert. Oder für das Imperial War Museum, das er als zerborstenen Globus darstellt. Sein Entwurf für ein Holocaust-Memorial in Berlin war den Juroren zu dramatisch.
Nun ist das neue World Trade Center nicht gerade ein normales Bürohochhaus. Als aber Libeskind seine Antwort auf die beschädigte, verletzte deutsche Stadt nach New York zu exportieren versuchte, meldeten sich Kritiker. Sie hatten Angst, Libeskind würde Ground Zero in ein riesengroßes, permanentes Grab verwandeln.
Herbert Muschamp, der Architekturkritiker der "New York Times" sah darin den "künstlerischen Ausdruck eines feindlichen Angriffs", ein geradezu Orwellianisches Statement. Ob die New Yorker Libeskinds Entwurf belassen oder noch verhübschen wollen, wird man sehen.