Abwärts: Ägyptens Leitindex
Nun drohen die Proteste jedoch dieses Wachstum nachhaltig zu schmälern. Das ING Investment Management schätzt, dass die Proteste mindestens einen halben Prozentpunkt Wachstum kosten. Für 2011 sei man von 5,5 Prozent Wachstum ausgegangen, nun seien maximal fünf Prozent drin, sagte eine Sprecherin.
Denn viele Firmen haben derzeit die Arbeit eingestellt. "Wegen der Ausgangssperre trauen sich die Arbeiter nicht mehr aus dem Haus oder versuchen, nur das nötigste zu erledigen", sagt Felix Eikenberg, Büroleiter der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in Kairo. Auch der Mobilfunk funktioniert nur eingeschränkt: Am Dienstag stellte als letzter Internetprovider die Noor-Group ihren Dienst ein, sie verband auch die Börse in Kairo mit der Außenwelt. Der Handel funktioniert nun nur noch eingeschränkt, viele Werte sind im freien Fall. So steht das ägyptische Pfund auf dem niedrigsten Stand seit fünf Jahren.
Der Zoll des Landes arbeitet nicht mehr. Fracht werde nicht mehr abgefertigt, sagte ein Sprecher der Posttochter DHL. Bestimmte Expressendungen kämen zwar ins Land, könnten aber nicht ausgeliefert werden, da die Verhältnisse dies nicht erlaubten.