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Merken   Drucken   28.01.2009, 19:58 Schriftgröße: AAA

Düstere IWF-Prognose: Banken verlieren 2200 Mrd. Dollar  

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht die Weltwirtschaft in der schwersten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg und fürchtet zunehmend ein Abrutschen in die Deflation. Für die Geldhäuser weltweit bedeutet dies ein Schreckensszenario. von Mark Schrörs (Frankfurt)
Die Finanzkrise wird für die Banken noch weit teurer als bislang bekannt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hob seine Verlustschätzung am Mittwoch dramatisch an - und rief die Regierungen zu weiteren drastischen Hilfen für die Branche auf. Seinem überarbeiteten Finanzstabilitätsbericht zufolge erwartet der IWF, dass die Banken auf US-Kredite und verbriefte Wertpapiere rund 2200 Mrd. $ abschreiben müssen. Das wäre mehr als das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Italiens. Noch im November war der Fonds lediglich von 1400 Mrd. $ ausgegangen. Angesichts der für 2009 und 2010 zu erwartenden Abschreibungen fürchtet der Währungsfonds allein bei Banken in den USA und Europa eine Kapitallücke von mindestens 500 Mrd. $. Da private Investoren kaum zu finden seien, müssten die Staaten auch weiterhin einspringen.

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