Empörung über US-Bonuszahlungen:Beschränkung für Manager angestoßen
Geht es nach den Demokraten, entscheiden US-Aktionäre künftig, ob Banken hohe Boni ausschütten. Das geht den Republikanern allerdings zu weit - obwohl ein Beschluss der Hauptversammlung nicht einmal bindend wäre.
Nach der Entrüstung über hohe Bonuszahlungen an Manager der Finanzbranche steuern die USA auf eine Beschränkung solcher Prämien zu. Das US-Repräsentantenhaus verabschiedete am Freitag einen Gesetzesvorschlag, der Banken solche Anreize als Teil des Gehaltspakets verbietet, wenn sie die Mitarbeiter zu extremen Risiken verleiten würden. "Das Fehlverhalten in der amerikanischen Geschäftswelt muss ein Ende haben", sagte der demokratische Abgeordnete James McGovern. Die Führungskräfte strichen millionenschwere Gehälter ein, während viele Amerikaner um ihren Job und ihr Haus kämpften. "Managergehälter sind außer Kontrolle geraten", kritisierte McGovern.
Eine Annahme des Gesetzes im Senat gilt als ungewiss: Die Republikaner sind gegen den Vorschlag, weil er eine zu große Einmischung der Regierung in das Wirtschaftssystem bedeute. Nach der Vorlage sollen Aktionäre von börsennotierten Unternehmen jährlich über die Vergütung des Spitzenpersonals abstimmen dürfen. Ihr Votum wäre allerdings nicht bindend. Der US-Kongress hatte im Februar die Managergehälter bei jenen Banken eingeschränkt, die in der Finanzkrise mit Staatsgeldern vor dem Kollaps bewahrt wurden.
Der Bundestag hat im Juni mit den Stimmen der großen Koalition eine ebenfalls umstrittene Begrenzung von Managergehältern auf den Weg gebracht. Die Bezahlung von Führungskräften soll sich in Deutschland künftig stärker am langfristigen Unternehmenserfolg orientieren.
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