Berichte über Verletzte oder Sachschäden lagen aber zunächst nicht vor. Vorläufigen Messungen zufolge hatte das Beben eine Stärke von 5,0. Sein Zentrum lag in der Präfektur Chiba, rund 80 Kilometer unter der Erdoberfläche, wie die Meteorologische Behörde mitteilte. Eine Warnung vor Flutwellen wurde von den japanischen Behörden nach dem Beben nicht herausgegeben.
Der Fernsehsender NHK meldete, im Eisenbahnnetz von Tokio habe es einen Stromausfall gegeben. Mehrere Züge seien deshalb ausgefallen. Auch der Flughafen Haneda, von dem überwiegend Inlandsflüge abgehen, schloss zur Überprüfung seine drei Landebahnen. Der Deutsche Aktienindex Dax gab nach der Nachricht zeitweise geringfügig nach. An den Devisenmärkten zeigte sich indes keine Reaktion.
Japan liegt in einer der seismisch aktivsten Regionen der Erde. Erst Ende September hatte eine Reihe heftiger Erdbeben mit Stärken von bis zu 8,0 auf der Richterskala die nordjapanische Insel Hokkaido erschüttert und mehr als 400 Menschen verletzt. Dieses Beben hatte Erinnerungen an das schwere Erdbeben vor acht Jahren in der westjapanischen Stadt Kobe geweckt. Damals starben mehr als 6400 Menschen.