Es ist die schlimmste Naturkatastrophe seit Menschengedenken in Japan. Schwere Erdstöße und ein anschließender Tsunami verwüsten weite Landstriche. FTD.de berichtet über das Beben und seine Folgen.
01.29 Uhr Die weltweiten Hilfen für Japan nehmen zu. Australien entsendet ein Suchteam mit Spürhunden, die Überlebende finden sollen. Neuseeland kündigt Hilfe an, "was immer wir tun können".
01.29 Uhr Nach dem Ausfall der Kühlanlage im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 2 haben die Behörden auch dort Evakuierungen angeordnet. Die Anwohner in einem Umkreis von drei Kilometern müssen ihre Häuser verlassen. Zuvor waren bereits in einem Radius von zehn Kilometern um das Atomkraftwerk Fukushima 1 die Bewohner in Sicherheit gebracht worden. Nach dem Ausfall der Kühlanlagen in Folge des schweren Erdbebens drohen in den Atommeilern Kernschmelzen.
01.06 Uhr Der Tsunami nach dem schweren Erdbeben in Japan hat die tiefliegenden Pazifik-Inseln weitgehend verschont. Auf den Fidschi-Inseln gab es nur etwa 30 Zentimeter höhere Wellen als normal, berichtete der Rundfunk. Der Alarm wurde aufgehoben. Auch die anderen Inselstaaten im Pazifik meldeten nach australischen Angaben keine größeren Wellen. Auch auf Tonga den Marshall-Inseln, auf Kiribati, Nauru und Vanuatu sei es ruhig geblieben, ebenso an den Küsten von Papua-Neuguinea. Samoa hob den Tsunami-Alarm ebenfalls auf.
00.48 Uhr - Auch für das japanische Atomkraftwerk Fukushima 2 ist der atomare Notfall ausgerufen worden. Das Kühlsystem in den drei Reaktoren des AKW sei ausgefallen, berichtete die Agentur Kyodo unter Berufung auf die Betreibergesellschaft Tepco. Damit gilt nun für insgesamt fünf Reaktoren in zwei Atomkraftwerken der Notstand. Alle fünf Reaktoren wurden abgeschaltet. Nachdem es zunächst geheißen hatte, nur einer der beiden Reaktoren von Fukushima 1 habe wegen eines Stromausfalls Probleme mit der Kühlung, hieß es inzwischen, es seien beide Reaktoren betroffen.
23.20 Uhr - Am Morgen nach dem verheerenden Erdbeben in Japan bebt die Erde in weiten Teilen des Landes immer wieder. Der Großraum Tokio wurde kurz nach 6.00 Uhr morgens (Ortszeit, MEZ: Freitag 22 Uhr) von einer weiteren schweren Erschütterung heimgesucht. Auch die Provinz Nagano wurde von starken Nachbeben erschüttert. An mehreren Stellen brannten weiter Feuer.
23.03 Uhr - Im Kontrollraum des japanischen Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi ist die Radioaktivität auf das Tausendfache des normalen Werts gestiegen. Das berichtete die Agentur Kyodo am Samstagmorgen (Ortszeit) und berief sich auf die nationale Atomsicherheitsbehörde. Es könne sein, dass Radioaktivität auch aus der Anlage ausgetreten sei. Der Premierminister Naoto Kan weitete den Evakuierungsbereich aus. Er forderte die Menschen in einem Radius von zehn Kilometern um das Kraftwerk auf, sich in Sicherheit zu bringen.
22.57 Uhr Stunden nach dem verheerenden Erdbeben bebt die Erde in weiten Teilen des Inselreiches immer wieder. Der Großraum Tokio wurde kurz nach 6.00 Uhr morgens (Freitag 22 Uhr MEZ) von einer weiteren schweren Erschütterung heimgesucht. Auch die Provinz Nagano wurde von starken Nachbeben erschüttert. An mehreren Stellen brannten weiter Feuer.
22.48 Uhr Die Stadt Rikuzentakata mit etwa 25 000 Einwohnern wurde nach Angaben der Feuerwehr fast vollständig von dem verheerenden Tsunami am Vortag zerstört.
22.00 Uhr - Der Druck im Reaktor des Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi steigt weiter an. Das teilte das japanische Handelsministerium mit. Dadurch droht im schlimmsten Fall eine Kernschmelze. Der Druck könnte das 2,1-fache dessen überstiegen haben, wofür das Turbinengebäude ausgelegt ist. Zuvor war die Überlastung mit einem Wert von 1,5 angegeben worden.
21.52 Uhr - Zwei Meter hohe Tsunamiwellen haben an der Westküste der USA Schäden angerichtet. Im nordkalifonischen Crescent City wurden 30 Boote und Anlegestellen beschädigt , mehr als 4000 Einwohner sind vorsichtshalber in Sicherheit gebracht worden. Auch im Hafen von Santa Cruz, südlich von San Francisco, gingen zahlreiche Boote zu Bruch. Tausende Schaulustige ignorierten Warnungen der Behörden und schauten sich das Naturspektakel entlang der Küste an.
21.40 Uhr - Die internationale Atombehörde IAEA ist wegen des Stromausfalls im Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi in voller Alarmbereitschaft. Die UN-Behörde sei in Verbindung mit den japanischen Behörden und beobachte die Situation genau. "Ich möchte den Bewohnern Japans, die unter diesem Erdbeben leiden, sowie der Regierung mein Beileid und meine Anteilnahme ausdrücken", sagte der Chef der IAEA, der Japaner Yukiya Amano.
Teil 2: Japan-Beben schickt den DAX auf Talfahrt