Wer treibt die Griechen in die Pleite?
Antwort 1:
Griechische Politiker
40%
Antwort 2:
Die Bundesregierung
4%
Antwort 3:
Die EU-Kommission
3%
Antwort 4:
Die EZB
2%
Antwort 5:
Alle zusammen
39%
Antwort 6:
Niemand. Die schaffen das
12%
13193 Stimmen
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Die Krise in Athen bedroht die gesamte Rettungsaktion für das Land. Ohne einen Beschluss über Kürzungen von 6,4 Mrd. Euro in diesem Jahr und 28,3 Mrd. Euro bis 2015 kann Griechenland Mitte Juli keine neuen internationalen Kredite erhalten - und wäre pleite. "Wenn Griechenland nicht liefert, bekommt es kein Geld", hieß es in der Euro-Gruppe.
An den Märkten ließen die Nachrichten aus Athen und ein weiteres ergebnisloses Treffen der Euro-Zonen-Finanzminister zur Einbeziehung privater Investoren bei einem neuen Hilfspaket den Euro deutlich absacken. Die Gemeinschaftswährung verharrte auch nach der Meldung der geplanten Regierungsumbildung deutlich unterhalb der Marke von 1,42 Dollar. Mit rund 1,4160 Dollar lag sie fast 3 Cent oder 1,9 Prozent unter dem Vortagesschluss. Es ist der größte Tagesverfall des Euro seit Mitte vergangenen Jahres.
An der Frankfurter Börse schloss der
DAX deutlich im Minus, er fiel um 1,25 Prozent auf 7115 Punkten. Der
Dow Jones schloss mit einem Minus von 180 Punkten oder 1,5 Prozent bei 11.897 Punkten. Zwischenzeitlich hatte der wichtigste US-Aktienindex sogar mehr als 200 Punkte abgegeben. Die Risikoaufschläge für Staatsanleihen auch aus anderen hoch verschuldeten Staaten wie Irland und Portugal erreichten Rekordstände.
Diplomaten bezweifeln inzwischen, dass sich die Regierungen der Euro-Zone in der kommenden Woche auf das nötige weitere Hilfspaket für Griechenland verständigen können. Letzter möglicher Termin wäre der 11. Juli. Ohne Finanzierungszusage der Europäer für weitere Kredite ab 2012 kann der IWF seinen Anteil an der nächsten Kredittranche nicht freigeben. Der IWF wäre zwar bereit, im Juli seinen Anteil zu zahlen, wenn die Details der umstrittenen Beteiligung privater Banken noch nicht feststehen - aber nur wenn garantiert ist, dass die nötige Gesamtsumme von bis zu 120 Mrd. Euro bis 2014 gesichert ist.