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Merken   Drucken   27.07.2009, 07:11 Schriftgröße: AAA

Fed-Chef: Bernanke dämpft Aufschwungshoffnungen  

Trotz zuletzt positiver Nachrichten aus den Unternehmen: Der US-Notenbankchef rechnet nicht mit einer kurzfristigen Konjunkturerholung. Die ohnehin schon hohe Arbeitslosenquote könnte sogar noch deutlich steigen, warnt Bernanke.
Die Arbeitslosenquote in den USA wird nach Einschätzung des US-Notenbankchefs Ben Bernanke auch bei einer Stabilisierung der Konjunktur in den nächsten Monaten hoch bleiben. Die USA benötigten ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 2,5 Prozent, um die Arbeitslosenzahlen konstant zu halten, sagte Bernanke am Sonntag dem TV-Sender PBS.
Die Zentralbank Fed geht in ihrer jüngsten Prognose für die restlichen Monate im laufenden Jahr aber nicht von einer solch starken Zunahme des Bruttoinlandsprodukts aus. Derzeit beträgt die Arbeitslosenquote in den USA 9,5 Prozent, womit sie den höchsten Stand seit 1983 erreicht hat.
Am Freitag werden die Zahlen zum US-Bruttoinlandsprodukt für das zweite Quartal veröffentlicht. Einige Analysten bauen darauf, dass die Regierung zum vorerst letzten Mal negative Zahlen vorlegen wird und ein baldiges Ende der seit nunmehr 19 Monaten andauernden Rezession in Aussicht stellt.
Zudem verteidigte der Währungshüter die aggressiven Maßnahmen der Fed während der langen Rezession und Finanzkrise. "Wenn man in einer derartigen Situation ist, in einem perfekten Sturm, muss man manchmal Dinge tun, die ein wenig unorthodox sind", sagte Bernanke. Die Fed unternehme alles, um die Wirtschaft zu stützen. Die Inflation dürfte in den nächsten Jahren niedrig bleiben. Bernanke hoffe, dass die Konjunktur im nächsten Jahr wieder anspringen werde. Die USA unterstützten im allgemeinen eine Politik des starken Dollars.
  • Reuters, 27.07.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
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