Vogelgrippe: Bislang betroffene Gebiete
Erkrankungs- und Todesfälle
In den vier Ländern Indonesien, Vietnam, Thailand und Kambodscha, wo Menschen besonders nah mit Geflügel zusammenleben, haben sich bereits einige infiziert. Erkrankte Menschen haben Fieber, Atemnot und Durchfall. Oft sterben sie nach wenigen Stunden oder Tagen. Vom Auftreten des Virus Ende 2003 bis 10. Oktober 2005 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) insgesamt 117 Erkrankungsfälle bestätigt, 60 Menschen davon sind gestorben. Die bei weitem meisten Fälle hat Vietnam.
Einschleppung
Wildvögel tragen auch in Deutschland Vogelgrippe-Viren in sich, allerdings wurde noch nicht der besonders gefährliche Erreger H5N1 nachgewiesen. Die Gefahr einer Einschleppung des Erregers H5N1 geht nach Meinung des zuständigen Friedrich-Loeffler-Instituts vor allem von illegalen Transporten aus. Bei Zugvögeln sei die Wahrscheinlichkeit einer möglichen Einschleppung aus Rumänien und der Türkei nach Deutschland momentan gering bis mäßig.
Schutz für Menschen
In Deutschland gibt es derzeit keinen zugelassenen Impfstoff für Menschen gegen die Vogelgrippe. Es gibt Medikamente, die bei Einnahme zu Beginn einer Grippe die Vermehrung der Viren stören. Die meisten Experten nehmen an, dass die Neuraminidasehemmer Tamiflu und Relenza auch bei erkrankten Menschen mit Vogelgrippe helfen. Deutschland hat mehrere Millionen Dosen der Medikamente geordert.
Supervirus
Die WHO befürchtet, dass sich der Erreger der Vogelgrippe mit dem der menschlichen Grippe vermischt und so ein "Supervirus" entsteht. Dieses könnte eine weltweite, extrem gefährliche Grippepandemie auslösen. Ein solches Virus wurde bislang noch nicht nachgewiesen.