FTD schreibt: "Dabei geht es nicht nur um die Ungleichgewichte in der Euro-Zone, die den Fortbestand der Währungsunion bedrohen, sondern auch um die weltweite Gefahr von Spekulationsblasen. Wenn ein Land wie Deutschland über einen längeren Zeitraum hinweg deutlich mehr exportiert als importiert, muss das dabei eingenommene Geld irgendwo angelegt werden. In der Regel fließt es dorthin, wo die höchste Rendite wartet - und damit auch die nächste Blase."
Richtig. Solang auf Basis von Lohn- , Sozial- und Rentendumping Gewinne im Ausland eingefahren werden und die Gewinne einseitig an Unternehmer sowie Aktionäre ausgeschüttet werden, während sie der heimischen Belegschaft weitgehend vorenthalten, mutieren diese Gelder zu neuen Jetons im Finanzcasino. Schon gar nicht können wir noch billigere Arbeitskräfte aus dem Ausland gebrauchen. Dieses Unternehmerparadies muss dringend beendet werden, da auch die Binnenwirtschaft in Deutschland darunter seit Jahren leidet.
Und genau daher ist es unabdingbar für höhere Lohn- und Sozialstandards in Deutschland einzutreten, zumal dieses Land in den vergangenen Jahren zum Schlusslicht der "reichen" Industriestaaten in puncto Lebensqualität und Wohlstand geworden ist. Zumindest wenn man der jüngsten Studie des von der Deutschen Bank geförderten "Zentrums für gesellschaftlichen Fortschritt' Glauben schenken darf, gestern in vielen großen deutschen Zeitungen frisch veröffentlicht.