Condoleezza Rice war von 2005 bis 2009 US-Außenministerin unter Präsident George W. Bush. Zuvor war die republikanische Politikerin vier Jahre Nationale Sicherheitsberaterin.
In diesem noch jungen Jahrhundert haben die Anschläge vom 11. September 2001, die weltweite Finanzkrise und die Unruhen in der arabischen Welt zentrale US-Interessen in ihrem Innersten getroffen. Wollen die Amerikaner, dass sich die tektonischen Platten des internationalen Systems auf eine Weise beruhigen, durch die die Welt sicherer und freier wird und sie gedeihen lässt, dann müssen die USA den Widerwillen dagegen überwinden, Führung zu übernehmen. Wir müssen eintreten für die Macht und Verheißung freier Märkte und freier Völker und sie fördern. Und wir müssen bekräftigen, dass eine amerikanische Vormachtstellung den weltweiten Fortschritt sichert, nicht behindert.
Die Liste der außenpolitischen Herausforderungen der USA ist lang, und es wird die Versuchung bestehen, auf jede einzelne taktisch zu reagieren. Doch die Schlagzeilen von heute und das Urteil der Nachwelt weichen oft voneinander ab. Die unmittelbare Aufgabe lautet, unseren Einfluss zu festigen und bei unserem Handeln den langen Bogen der Geschichte im Gedächtnis zu behalten.
Im Nahen Osten müssen wir mit Geduld unsere Hilfe, unser Fachwissen und unseren Einfluss nutzen, um die Schaffung umfassender demokratischer Institutionen zu unterstützen. Das Grundproblem in der Region ist, dass Institutionen fehlen, die die Kluft zwischen Sunniten und Schiiten überbrücken können und die Rechte von Frauen und Minderheiten schützen. Auch während wir notwendige unmittelbare Entscheidungen treffen - unter anderem, syrische Rebellen zu bewaffnen -, müssen wir auf einer alles umfassenden Politik bestehen. Die USA können es sich nicht leisten, sich herauszuhalten. Regionale Kräfte werden ihre eigenen Interessen verfolgen, die die Kluft zwischen den Konfessionen verschlimmern könnten.
Da wir in der gesamten Region mit Reformern zusammenarbeiten, dürfen wir nicht vergessen, dass der Irak über die Art Institutionen verfügt, die dazu dienen sollen, derlei Gräben zu überwinden. Angesichts seiner geostrategischen Bedeutung, des Chaos, in dem Nachbarländer versinken, und des zerstörerischen Einflusses des Iran ist ein neuerliches Engagement in Bagdad dringend notwendig.
Die USA müssen sich wieder der Entwicklung verantwortungsvoller und demokratischer Souveräne über den Nahen Osten hinaus zuwenden. Die Regierung von George W. Bush verdoppelte die Ausgaben für Hilfen weltweit und vervierfachte sie für Afrika. Sie ließ Ländern Hilfe zukommen, die in die Gesundheit und Bildung ihres Volks investierten, klug und demokratisch regierten, offene Volkswirtschaften aufbauten und Korruption bekämpften. Letztlich werden diese Staaten den Übergang von Hilfen zu Privatinvestitionen schaffen und einen Nettobeitrag zur internationalen Wirtschaft und weltweiten Sicherheit leisten. Das Geld der amerikanischen Steuerzahler ist gut angelegt.
Antwort auf populistische Diktatoren
inhaltlich ist hier wohl ein sack rice umgefallen.
viel interessanter wäre wohl welches gefälligkeitsgeflecht die ftd dazu brachte sich als propagandaplattform des council on foreign relations herzugeben.
man kann seinen ruf auch mit gewalt ruinieren.