Gegen die Wirtschaftskrise:Obama steckt Milliarden in die Infrastruktur
Der künftige US-Präsident Barack Obama will mit dem größten Investitionsprogramm seit 50 Jahren die Rezession bekämpfen. Schulen und Krankenhäuser sollen modernisiert, die Breitband-Internet-Verkabelung ausgebaut und öffentliche Gebäude energiesparend eingerichtet werden. So will Obama auch die Jobmaschine wieder anwerfen.
"Wir brauchen Taten - und zwar jetzt", sagte Barack Obama am Samstag in der wöchentlichen Radiobotschaft seiner Demokratischen Partei. Durch die höchsten Infrastruktur-Investitionen seit den 50er Jahren sollen nach den Plänen Obamas zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Weitere sollen im Zuge der Sanierung von öffentlichen Gebäuden entstehen. Die Installation von neuen Heizungen und Energiesparlampen dort werde überdies Milliarden Dollar an Steuergeldern einsparen, sagte Obama. Zudem will der Demokrat landesweit den Zugang zu schnellen Internet-Anschlüssen ausbauen und Schulen modernisieren lassen.
Obama tritt sein neues Amt am 20. Januar an. Er hat bereits schnelle Maßnahmen versprochen, um die US-Wirtschaft wieder aus der Rezession herauszuholen, in der sie bereits seit einem Jahr steckt. Die Arbeitslosenquote ist mittlerweile auf 6,7 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 15 Jahren gestiegen. Obamas Wirtschaftsteam arbeitet daher bereits an einem Plan zur Schaffung von mindestens 2,5 Millionen neuen Arbeitsplätzen bis 2011. Schon im Januar dürfte der Kongress zudem ein neues Konjunkturpaket im Umfang von mehreren hundert Milliarden Dollar verabschieden, welches Obama dann umgehend unterzeichnen könnte.
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