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21.06.2011, 17:11
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Gerüchte nach Operation:
Chávez taucht in Kuba unter
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2010 reuters
Normalerweise führt in Venezuela kein Weg am Präsidenten vorbei. Doch nach einer Operation auf der befreundeten Karibikinsel ist Chávez nicht mehr aufgetaucht. Nach offizieller Darstellung erholt er sich - doch die Opposition mäkelt, das Land werde von Kuba aus regiert.
von Helmut Reuter
Eigentlich wollte Venezuelas linker Staatschef Hugo Chávez nur auf eine fünftägigen Reise durch Südamerika und die Karibik gehen. Daraus sind inzwischen mehr als zwei Wochen geworden. Der 56-Jährige musste sich vor mehr als zehn Tagen auf Kuba einer dringenden Operation unterziehen. Seitdem kuriert er sich dort aus.
Zu Hause giftet die Opposition, Venezuela werde nun endgültig von Kuba aus regiert. Doch die Chávez-Getreuen in Caracas versichern, der Präsident sei auf dem besten Wege der Genesung und zudem voll einsatz- und regierungsfähig.
Gute Freunde: Chávez und Kubas Machthaber Castro
Das Parlament hatte in der vergangenen Woche mit der Mehrheit der Sozialisten eine Deklaration verabschiedet, die Chávez' Auslandsaufenthalt für rechtens erklärt. Damit wollte die Regierungsbank auch der Opposition das Wasser abgraben, die nicht aufhört von einem Machtvakuum zu sprechen. "Das ist ein Finte, die auch (beim versuchten Staatsstreich gegen Chávez im April) 2002 schon angewendet wurde", warnte Vizepräsident Elías Jaua.
Chávez selbst hatte in der vergangenen Woche aus Havanna in einem Telefoninterview klar gemacht: "Ich bin voll einsatzfähig." Das stellte er mit der Unterzeichnung eines Haushaltsergänzungsgesetzes unter Beweis. Für die Oppositionspolitikerin María Corina Machado war damit klar, dass Venezuela von Kuba aus regiert werde in einer "noch nie dagewesenen Situation, die die venezolanische Souveränität kompromittiert".
Besuch auf KrückenDoch seitdem herrscht Funkstille um den zu Normalzeiten in Venezuela omnipräsenten Chávez. Kein Wunder, dass es in der Gerüchteküche gärt.
Chávez war am 5. Juni zu seiner Drei-Länder-Tour aufgebrochen, obwohl er an einer Knieverletzung laborierte. In Brasilien begrüßte er Amtskollegin Dilma Rousseff mit Krücke. Dann ging es weiter nach Ecuador und anschließend nach Kuba, wo er sich überraschend am 10. Juni einer Operation an einem Abszess in der Beckengegend unterzog. Bilder zeigten den prominenten Patienten ein paar Tage nach der OP gemeinsam mit Kubas Staatspräsidenten Raúl Castro und Revolutionsführer Fidel Castro.
Teil 2: "Liebe und Solidarität" von den Genossen
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dpa, 21.06.2011
© 2011 Financial Times Deutschland,
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