Nach der schwersten Finanzkrise seit Jahrzehnten wollen Politiker weltweit heimische Banken zu soliderem Wirtschaften zwingen. Dazu soll das Basel-III-Abkommen beitragen, das die G20-Mitglieder jetzt billigten. Es verschärft die Anforderungen an das Eigenkapital – also Vermögens, über das die Finanzinstitute nach Abzug ihrer Schulden noch verfügen.
Wichtigster Punkt des Abkommens, das von der Bank für internationalen Zahlungsausgleich in Basel erarbeitet wurde, sind höhere Quoten für das sogenannte Kernkapital, mit dem die Banken bei Verlusten unmittelbar haften. Bis 2015 steigt die Quote für sogenanntes "hartes" Kernkapital aus Aktien und Gewinnrücklagen von zwei auf 4,5 Prozent, bis Anfang 2019 dann auf sieben Prozent.
Noch nicht festgelegt sind die Regeln für systemrelevante Großbanken, für die noch strengere Vorschriften gelten sollen. Deutschland hat mit dem Bankenrestrukturierungsgesetz kürzlich bereits ein Regelwerk verabschiedet, mit dem notfalls auch Großbanken zerschlagen werden können.