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Merken   Drucken   21.12.2010, 08:49 Schriftgröße: AAA

Helfer in der Not: China springt dem Euro bei

Mit Griechenland hat die chinesische Regierung bereits eine "strategische Partnerschaft" vereinbart. Jetzt deutet Peking umfassendere Unterstützung für kriselnde Euro-Staaten an. Die Märkte reagieren erfreut.
China unterstützt die Eurozone bei der Überwindung der Schuldenkrise und wird einigen EU-Mitgliedsstaaten dabei helfen. Das sagte der chinesische Vizepremierminister Wang Qishan am Dienstag in Peking bei einen chinesisch-europäischen Wirtschafts- und Handelsdialog. Aus Brüssel kamen unter anderem Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia, Handelskommissar Karel De Gucht und der Wirtschafts- und Wettbewerbskommissar Olli Rehn.
Wang Qishan sagte, China und die EU sollten ihre Zusammenarbeit verbessern, um gemeinsam für ein robustes, nachhaltiges und ausgewogenes Wachstum zu arbeiten. China werde an seiner vorsichtigen Währungspolitik festhalten, um ein stetiges und relativ schnelles Wirtschaftswachstum beizubehalten. Die EU ist Chinas wichtigster Handelspartner, China ist der zweitgrößte Markt für die EU. China hatte in der Vergangenheit bereits wiederholt erklärt, es unterstütze den Euro.
Konkretere Angaben zu den geplanten Hilfen machte Qishan zunächst nicht. Zur Unterstützung des besonders schwer von der Krise gebeutelten Griechenlands hatte China jedoch bereits Anfang Oktober angekündigt, im Zuge einer "strategischen Kooperation" griechische Staatsanleihen zu kaufen. Zudem solle das Land Drehscheibe für chinesische Exporte nach Südosteuropa werden. Auch spanische und portugiesische Staatsanleihen soll China bereits erworben haben.
Die Märkte reagierten positiv auf die Ankündigung. Der Euro erholte sich am Dienstagvormittag von einem Zweineinhalb-Wochen-Tief und stieg um 0,56 Prozent auf 1,32 $.
  • FTD.de, 21.12.2010
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