Wang Qishan sagte, China und die EU sollten ihre Zusammenarbeit verbessern, um gemeinsam für ein robustes, nachhaltiges und ausgewogenes Wachstum zu arbeiten. China werde an seiner vorsichtigen Währungspolitik festhalten, um ein stetiges und relativ schnelles Wirtschaftswachstum beizubehalten. Die EU ist Chinas wichtigster Handelspartner, China ist der zweitgrößte Markt für die EU. China hatte in der Vergangenheit bereits wiederholt erklärt, es unterstütze den Euro.
Konkretere Angaben zu den geplanten Hilfen machte Qishan zunächst nicht. Zur Unterstützung des besonders schwer von der Krise gebeutelten Griechenlands hatte China jedoch bereits Anfang Oktober angekündigt, im Zuge einer "strategischen Kooperation" griechische Staatsanleihen zu kaufen. Zudem solle das Land Drehscheibe für chinesische Exporte nach Südosteuropa werden. Auch spanische und portugiesische Staatsanleihen soll China bereits erworben haben.
Die Märkte reagierten positiv auf die Ankündigung. Der Euro erholte sich am Dienstagvormittag von einem Zweineinhalb-Wochen-Tief und stieg um 0,56 Prozent auf 1,32 $.