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Merken   Drucken   19.09.2008, 18:00 Schriftgröße: AAA

Hilfe für die Märkte: Rettungspaket kostet Hunderte Milliarden  

Der gesamte Kapitalmarkt hat darauf gewartet: US-Finanzminister Henry Paulson kündigte ein umfassendes Aufkaufprogramm für problematische Wertpapiere an. Details nannte er nicht. Nur eines steht jetzt schon fest: Für den Steuerzahler wird es teuer.
US-Finanzminister Henry Paulson  kündigte am Freitag ein umfassendes Programm an, den Banken illiquide Vermögenswerte abzunehmen. "Wir sprechen von Hunderten Milliarden (Dollar). Er muss groß genug sein, um den Kern des Problems anzugehen." Der Plan sei aber aus Sicht der Steuerzahler ein gutes Investment, sagte Paulson. "Ich bin aber überzeugt, dass es für die amerikanischen Familien die billigere Alternative ist. Die andere Option wäre eine Serie an Bankenpleiten und eingefrorene Kreditmärkte, die nicht länger in der Lage sind, das wirtschaftliche Wachstum zu finanzieren." Weitere Details nannte Paulson nicht.
Darüber hinaus stellte Paulson zwei weitere Schritte in Aussicht. So sollen die staatlichen Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac den Erwerb von hypothekenbesicherten Anleihen ausweiten. Außerdem wird die Regierung selbst mehr Wertpapiere aufkaufen als bisher. Bereits aufgelegt wurde ein ein Stützungsprogramm für Geldmarktfonds mit einem Volumen von 50 Mrd. $. Die Wall Street reagierte mit einem Kursfeuerwerk auf die Meldung. Der Dow Jones  legte am Freitag zunächst um 400 Punkte zu, sackte dann aber wieder ab, da sich die Anleger konkrete Ausführungen erhofft hatten.
Die Ankündigung folgte auf hektische Verhandlungen mit den Abgeordneten in Washington. Paulson und Bernanke waren am Donnerstag mit Vertretern des US-Kongresses und der Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi , zusammengekommen, um den Plan zu beraten. Senat und Repräsentantenhaus hatten sich optimistisch gezeigt: "Wir hoffen, sehr schnell voranzukommen. Tempo ist entscheidend", hatte Pelosi am Donnerstag noch gesagt.

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