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Merken   Drucken   04.06.2006, 12:11 Schriftgröße: AAA

Hintergrund: Isfahan - Zentrum der iranischen Atomforschung  

Isfahan gilt als Zentrum des iranischen Atomwaffenprogramms. Das Kernforschungszentrum in der rund 350 Kilometer südlich von Teheran gelegenen Stadt ist das größte des Landes, bis zu 3000 Wissenschaftler sollen hier arbeiten.
Die iranische Atomanlage in Isfahan   Die iranische Atomanlage in Isfahan
Nach Angaben der unabhängigen US-"Denkfabrik" Global Security befinden sich in Isfahan darüber hinaus weitere wichtige Einrichtungen des iranischen Atomprogrammes. Ausgangsstoff für Atombomben und Kernkraftwerke ist Uran. Bevor es zur Energieerzeugung oder für eine Bombe eingesetzt werden kann, sind mehrere Arbeitsschritte erforderlich. Für die heute üblichen Kernkraftwerke mit Leichtwasserreaktoren reicht der natürliche Anteil an Uran-235 nicht aus. Seine Konzentration im Kernbrennstoff muss bis auf etwa vier Prozent angehoben werden. Dieser Vorgang wird als Uran-Anreicherung bezeichnet. Das spaltbare Uran-235 wird vom Uran-238 in Zentrifugen getrennt. Für eine Atombombe ist hoch angereichertes Uran nötig, der U-235-Anteil liegt in der Regel bei mehr als 80 Prozent. Ein Großteil der erforderlichen Anlagen steht in Isfahan, dem nördlich gelegenen Natanz und Arak. In Isfahan soll Uran in Uranhexaflorid umgewandelt werden, das anschließend in den mit Flugabwehrsystemen gesicherten Werken von Natanz angereichert werden könnte. Zu den zahlreichen Atomanlagen in Isfahan gehört auch ein mit chinesischer Hilfe entstandener Forschungsreaktor. FTD-Newsticker - die aktuelle Nachrichtenlage für Ihr Java-Handy.FTD Desktop-Alarm - Eilmeldungen schnell auf Ihren PC.
  • dpa, 04.06.2006
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