Am Morgen seien mehrere Sprengsätze an der Hussein-al-Madschid-Moschee in Tikrit explodiert, die der ehemalige irakische Machthaber Saddam Hussein errichtet hat, teilte die Polizei mit. Tikrit ist Saddams Heimatstadt. Die Kuppel der Moschee wurde beschädigt, auch Türen und Fenster wurden aus den Angeln gerissen. Opfer habe es aber nicht gegeben, erklärte die Polizei.
In Bagdad explodierten mehrere Sprengsätze. 112 Menschen wurden verletzt. Eine Autobombe explodierte vor einer Warteschlange von Arbeitssuchenden im östlichen Stadtteil Neu-Bagdad, berichtete der private Fernsehsender Al-Scharkija. Bei der Explosion eines
Sprengsatzes an einer Straße östlich von Bagdad wurden vier Iraker getötet und 18 verletzt.
Leichen von neun Männern gefunden
Bei einem Anschlag in der südirakischen Stadt Amara kamen zwei britische Soldaten ums Leben. Wie das Verteidigungsministerium in London mitteilte, wurde bei der Explosion
des Sprengkörpers ein dritter Mann schwer verletzt. Ein US-Soldat starb am Montag westlich von Bagdad durch Gewehrfeuer, bestätigte das US-Militärkommando in Bagdad.
In Bakuba, 60 Kilometer nördlich von Bagdad, wurden die Leichen von neun Menschen gefunden, darunter die eines schiitischen Stammesscheichs. Es handele sich vor
allem um Jungen und Männer, teilte die Polizei mit. Die Personen seien erschossen worden.
Hintergrund der neuen Gewalttätigkeiten ist der Bombenanschlag auf die Goldene Moschee in Samarra in der vergangenen Woche. Sie ist eines der wichtigsten Heiligtümer der Schiiten. Seitdem gibt es Vergeltungsanschläge auf sunnitische Moscheen. In Ausschreitungen starben mehr als 200 Menschen. Die Schiiten hatten Anhänger des gestürzten Staatschefs Saddam Hussein und der vornehmlich sunnitischen Aufständischen für den Anschlag auf ihre Moschee verantwortlich gemacht.