Die Gewalt im Westjordanland und am Gaza-Streifen nimmt wieder zu. Mehrere Menschen wurden in den vergangenen Stunden getötet - zuletzt zwei schwerbewaffnete Palästinenser nach einem Überfall auf einen Militärposten an der Grenze zum Gaza-Streifen.
Die beiden Männer seien am frühen Samstagmorgen im Schutz dichten Nebels auf israelisches
Gebiet vorgedrungen, berichtete ein Armeesprecher. Dort hätten sie eine Kontrollstelle am Grenzübergang Erez zum Gazastreifen unter anderem mit Handgranaten angegriffen. Israelische Soldaten hätten die Verfolgung aufgenommen und die Angreifer getötet. Bei dem Zwischenfall seien vier israelische Soldaten verletzt worden.
Damit wurden im Westjordanland und an der Grenze zum Gazastreifen binnen weniger Stunden mindestens sieben Palästinenser getötet. Die israelische Armee zählte sogar neun getötete mutmaßliche Militante.
In Dschenin im Westjordanland hatten israelische Soldaten am Samstagmorgen nach eigenen Angaben drei bewaffnete Palästinenser in einem Auto erschossen. Palästinensische Augenzeugen berichteten dagegen, israelische Soldaten hätten in Dschenin einen Kommandeur der
radikalen Organisation Islamischer Dschihad getötet. Am Vorabend waren an der Grenze zum Gazastreifen und in der Nähe von Tulkarem im Westjordanland je zwei Palästinenser getötet worden.
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