Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn hat das deutsche Tsunami-Frühwarnsystem offiziell an Indonesien übergeben. Auch andere Länder interessieren sich für das neue System.
Forschungsministerin Edelgard Bulmahn trifft ihren indonesisischen Amtskollegen Kusamayanto Kadiman
Bulmahn und ihr Amtskollege Kusamayanto Kadiman unterzeichneten am Montag in der indonesischen Hauptstadt Jakarta eine Vereinbarung zum Frühwarnsystem. Die Bundesregierung stellt das federführend vom Geoforschungsinstitut Potsdam entwickelte System im Rahmen der Fluthilfe zur Verfügung. Neu entwickelte Bojen und Sensoren am Meeresboden erfassen dabei Wellenbewegungen und übertragen die Daten an Rechenzentren. Die ersten Bojen sollen voraussichtlich Ende Oktober vor der indonesischen Küste ausgesetzt werden. Die Gesamtkosten des Systems wurden auf rund 45 Mio. Euro beziffert.
Nach den Worten Bulmahns haben sich neben Indonesien auch Sri Lanka und andere Länder rund um den Indischen Ozean an einer Zusammenarbeit mit Deutschland interessiert gezeigt. Das neue System könne auch die Nachbarländer Indonesiens vor einer Flutwelle warnen.
Bei ihrem Besuch bis zum 18. März wird Bulmahn auch ein Technologieprojekt in Indonesien besichtigen. Dabei handelt es sich um die weltweit erste Errichtung eines unterirdischen Stauwehres zur Gewinnung von Trinkwasser, das vom Forschungsministerium mit 2,3 Mio. Euro gefördert wird.
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