Flug-Abwehr-Rakekten sollen vor Luftangriffen schützen
Iran wird demnach 29 Systeme vom Typ "Tor M-1" zur Abwehr von Marschflugkörpern kaufen, berichtete die russische Tageszeitung "Wedomosti". Offiziell liegt auf beiden Seiten bislang weder eine Bestätigung noch ein Dementi vor. Das sei das größte Rüstungsgeschäft Russlands mit Iran seit dem Jahr 2000, als Moskau aus einem Abkommen mit den USA über die Einschränkung von Waffenlieferungen an Teheran - dem so genannten Gore-Tschernomyrdin-Vertrag - ausgestiegen war, schrieb das Blatt.
Der Vertrag mit Iran verstößt nach Ansicht russischer Politiker nicht gegen völkerrechtliche Bestimmungen, weil diese Raketen keine Angriffswaffen sind. Zudem sei gegen Teheran kein Uno-Waffenembargo gültig, hieß es in Moskau.
Abwehrraketen zum Schutz von Atomkraftwerken
Teheran will nach Darstellung der Zeitung in erster Linie sein mit russischer Hilfe gebautes Atomkraftwerk Buschehr am Persischen Golf schützen, das 2007 ans Netz gehen soll. Zuvor hatte Israel mehrmals mit der Zerstörung des Atomkraftwerks gedroht. Israel befürchtet, dass Teheran heimlich eine Atombombe bauen will.
Iran steht unter scharfer Beobachtung der internationalen Gemeinschaft, weil das Land diese bislang nicht von den ausschließlich friedlichen Zwecken seines Atomprogrammes überzeugt hat. Russland ist ein enger Verbündeter Irans.