19:53 Die Strahlenwerte in dem 40 Kilometer von Fukushima entfernten Dorf Iitate liegen nach IAEA-Informationen wieder unter dem Evakuierungs-Level. Durchschnittlich liege die Belastung mit radioaktivem Jod bei sieben Megabecquerel pro Quadratmeter, sagte der IAEA-Experte Gerhard Pröhl. Der empfohlene Grenzwert, nach dem evakuiert werden sollte, liegt bei zehn Megabecquerel pro Quadratmeter.
Wann und wo genau in Iitate diese Bodenproben genommen wurden, wollte die IAEA aber nicht sagen: "Der Durchschnittswert von Jod pro Quadratmeter nimmt ab", sagte Pröhl. Die Situation in Iitate verbessere sich aber von Tag zu Tag, da das radioaktive Jod zerfalle, so die Behörde.
18:08 Der japanische Energiekonzern Tepco hat Fehler beim Messen von Radioaktivität am havarierten Atomkraftwerk Fukushima I eingeräumt. Das Computerprogramm, mit dem radioaktive Elemente analysiert und ihre Strahlung bestimmt werden, sei fehlerhaft. Zuvor hatten Experten kritisiert, gemessene Werte des radioaktiven Wassers im AKW seien zu hoch. Tepco-Vertreter und die Industrie-Sicherheitsbehörde sagten laut Fernsehsender NHK, die zuvor veröffentlichten Strahlungswerte etwa der seltenen Elemente Tellurium-129 und Molybdän-99 könnten über den tatsächlichen Leveln liegen.
17:12 Die Zahl der identifizierten Toten nach dem verheerenden Erdbeben und dem Tsunami hat sich im Nordosten Japans auf 11.734 erhöht. 16.375 Menschen würden weiter vermisst, berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Polizei.
15:35 Beim Energieversorger
Eon halten die Entscheidungsträger das baldige Ende der Atomkraftnutzung in Deutschland für möglich. "Ohne eine grundlegende gesellschaftliche Akzeptanz lässt sich kein Geschäft auf Dauer nachhaltig oder erfolgreich betreiben", schreibt Vorstandschef Johannes Teyssen in einem Gastkommentar für die "Frankfurter Rundschau".
Der Topmanager räumt ein, dass es Eon nicht leicht gefallen sei, auf eine Klage gegen das Atom-Moratorium der Bundesregierung zu verzichten. Aber unter Verweis auf die Atomkatastrophe in Japan schreibt Teyssen weiter: "Fukushima wiegt zu schwer, als dass irgendjemand einfach zur Tagesordnung übergehen könnte. Eon will und wird das jedenfalls nicht."
15:26 Über den Seeweg wird nach Einschätzung der deutschen Reeder keine verstrahlte Ware aus Japan nach Deutschland gelangen. "Bevor ein Containerschiff in Hamburg ankommt, legt es in sechs bis neun anderen Häfen an", sagte Max Johns vom Verband Deutscher Reeder. In jedem dieser Häfen messe die Hafenbehörde bei Ankunft und Abfahrt mögliche Strahlungen. Zugleich betonte er, dass zum Unglückszeitraum kein deutsches Containerschiff im kritischen Gebiet um das Atomkraftwerk Fukushima unterwegs gewesen sei. Das habe eine Umfrage des Verbandes unter seinen Mitgliedern ergeben.
15:12 Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) sieht keine Gefahr, dass verstrahlte Lebensmittel aus Japan nach Deutschland gelangen. "Die Verbraucher müssen sich keine Sorgen machen", sagte Aigner am Rande der Agrarministerkonferenz in Jena.
Die Lebensmittel würden in Japan geprüft, bevor sie verschifft werden. Darüber hinaus gebe es zusätzliche Kontrollen bei der Einfuhr nach Deutschland. Der Anteil der Lebensmittel aus Japan betrage am Gesamtimport gerade einmal 0,1 Prozent. Nachdrücklich sprach sich Aigner dafür aus, die Grenzwerte für Cäsium europaweit einheitlich zu regeln.
15:05 Der japanische Stromkonzern Tepco hat nicht genug Strahlenmessgeräte für die Arbeiter in der Atomruine Fukushima. Sie mussten sich Dosimeter teilen, nachdem viele der Geräte bei dem Erdbeben und dem Tsunami kaputt gegangen waren. Diese Situation müsse im Sinne der Arbeiter verbessert werden, sagte ein Sprecher der Atomsicherheitsbehörde Nisa. Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, dass Tepco dafür von der Behörde verwarnt wurde.