Der angeschlagene Hypothekenfinanzierer
Fannie Mae hat im dritten Quartal erneut hohe Verluste geschrieben. Unter dem Strich habe ein Fehlbetrag von 18,9 Mrd. $ gestanden, teilte das staatlich kontrollierte US-Institut am Donnerstag mit.
Das erneute Quartalsminus verdeutlicht die Schwierigkeiten von Fannie Mae, gegen steigende Kreditausfälle anzukämpfen und zugleich den Häusermarkt zu stabilisieren. Wegen der zunehmenden Arbeitslosigkeit können immer mehr Bauherren ihre Schulden nicht abbezahlen. Zudem erhöhte das Unternehmen seine Rückstellungen für Problemkredite.
Fannie Mae will den Staat abermals um finanzielle Unterstützung in Höhe von 15 Mrd. $ bitten. Damit würden die Hilfen der Regierung auf insgesamt 60,9 Mrd. $ anwachsen. Der größte Hypothekenfinanzierer der USA war wie auch der Schwesterkonzern
Freddie Mac im September 2008 im Zuge der Finanzkrise durch staatliche Hilfe vor dem Kollaps bewahrt worden. Die US-Regierung wollte damit den ins Rutschen geratenen Immobilienmarkt stützen und weitere Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten verhindern.
Die Fannie-Mae-Aktien brachen nachbörslich um gut sieben Prozent ein.