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Merken   Drucken   28.07.2009, 10:49 Schriftgröße: AAA

Klamme Traumfabrik: Schwarzenegger unterstützt Hollywood  

Kalifornien ist am Rande der Pleite. Dennoch hat der US-Bundesstaat Geld übrig für Subventionen an die Filmindustrie. So sollen Produktionen in Hollywood gehalten werden. Das hat für Schwarzenegger Tradition - so ähnlich hielt er es schon als Schauspieler bei Terminator 3.
Hollywoods Film- und Fernsehindustrie hat von dem kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger  Schützenhilfe erhalten. Der frühere Action-Star gab am Montag bekannt, dass er die Abwanderung von Produktionen aus Hollywood in andere US-Bundesstaaten mit einer Finanzspritze stoppen wolle. Er listete 25 geplante Filme und Fernsehproduktionen auf, die als erste Gelder erhalten sollen, wenn sie in Kalifornien produziert werden.
Zu den Kandidaten zählen unter anderem "Naked Gun 4", "Beverly Hills Chihuahua 2" und "Second Wives Club". "Wir müssen alles in unserer Macht tun, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln und den kalifornischen Bürgern Arbeit zu geben", sagte Schwarzenegger. Die Produzenten des Fernsehfilms "Faster" haben bereits umdisponiert. "Ohne den finanziellen Anreiz hätten wir in New Mexico gedreht", sagte Produzent Tom Duffield. Doch nun zögen sie Kalifornien vor.
Schwarzenegger setzte sich bereits 2002 für den Standort Los Angeles ein. Ursprünglich sollte der Action-Streifen "Terminator 3" in Vancouver in Kanada gedreht werden. Denn Hollywood als Drehort ist bedeutend teurer. Hauptdarsteller Schwarzenegger verzichtete jedoch auf einen Teil seiner rund 30 Mio. $ Gage und sponsorte zudem mehrere Millionen für die Produktion einer aufwändigen Verfolgungsszene. Das Budget blieb dadurch unter 200 Mio. $.
Gerüchten zufolge spielten aber besonders Schwarzeneggers politische Ambitionen auf das Amt des Gouverneurs eine Rolle für seine Entscheidung, L. A. als Produktionsort durchzusetzen: Der Schauspieler fürchtete, als unpatriotisch zu gelten, wenn Millionen Filmdollar ins Ausland gepumpt werden.
Produktionen wandern nach Europa ab Seit 2003 ist die Zahl der Spielfilmproduktionen in Hollywood um etwa die Hälfte zurückgegangen. Mit Steueranreizen und anderen Lockmitteln machen Staaten wie Louisiana, New Mexico und Arizona der traditionellen Filmmetropole Konkurrenz. Viele Produktionen wandern auch nach Europa, Kanada, Australien und Neuseeland ab.

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