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Merken   Drucken   29.11.2011, 15:18 Schriftgröße: AAA

Klimagipfel in Durban: Schwefelt den Himmel, düngt die Meere

Auch die gegenwärtige Klimakonferenz wird scheitern. Höchste Zeit, über technologische Antworten auf den Klimawandel nachzudenken. Auch wenn sie riskant sind.
© Bild: 2011 dapd/Sascha Schuermann
Kommentar Auch die gegenwärtige Klimakonferenz wird scheitern. Höchste Zeit, über technologische Antworten auf den Klimawandel nachzudenken. Auch wenn sie riskant sind. von Sabrina Schulz
Sabrina Schulz ist Fellow bei der Stiftung Neue Verantwortung und leitet dort das Projekt Geoengineering.
"Darf der Gebildete nicht mehr unbefangen übers Wetter reden?", fragte einst Wilhelm Busch. Laut des jüngsten Berichts des Weltklimarats müsste die Antwort heute lauten: "Nein, auf keinen Fall". Überflutungen, Dürren und Hitzewellen gehören weltweit schon bald zum Alltag. Der Uno-Klimagipfel in Durban kommt deshalb zu spät.
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Eine Gruppe von internationalen Experten hat dennoch eine Lösung parat. Im "Geoengineering" oder auch "Climate-Engineering", dem Eingriff ins Weltklima mittels Großtechnologien, sehen sie eine Möglichkeit, das Weltklima zu retten. Die Wissenschaftler schlagen vor, Schwefelpartikel in der Atmosphäre zu versprühen, damit diese einen Teil des Sonnenlichts ins All reflektieren, um so den Treibhauseffekt zu vermindern. Experimente zur Düngung der Meere mit Eisenspänen, um das Algenwachstum anzuregen und damit das schädliche Kohlendioxid aus der Luft zu binden, finden bereits statt. Ein solches Projekt wurde beispielsweise von Deutschland und Indien 2009 unter dem Namen Lohafex im südwestlichen Atlantik initiiert. Es scheiterte letztlich daran, dass millimetergroße Ruderfußkrebse die Algen als willkommene Nahrungsergänzung betrachteten, und von den Algen daher nicht viel übrig blieb. Letztere konnten daher nicht wie geplant nach ihrem Absterben das Kohlendioxid auf dem Meeresboden speichern.
Allerdings erregte Lohafex viel internationales Aufsehen wie auch scharfe öffentliche Kritik. Umweltschützer kritisierten den Versuch als "Alibi für die billige Entsorgung von CO2". Andere warnten vor der Gefahr des unilateralen Handelns einzelner Länder in diesem Bereich.
Weltweit wird dennoch immer stärker diskutiert, was Geoengineering leisten kann. Auch deutsche Politiker scheinen dies erkannt zu haben. Und das ist richtig, denn das Kioto-Protokoll läuft 2012 aus, und eine Nachfolgelösung ist nicht in Sicht. Dabei wird der Klimawandel immer dramatischer, und schon bald könnten gefährliche Umkipppunkte erreicht werden, die unumkehrbare Prozesse in Gang setzen. Ein solcher Prozess wird zum Beispiel ausgelöst, wenn der Dauerfrostboden in Russland schmilzt, denn durch das Abschmelzen werden darin gespeicherte Klimagase freigesetzt, die den Klimawandel dann noch beschleunigen. Der Klimawandel wird flächendeckende Hungersnöte in Afrika auslösen. Millionen von Klimaflüchtlingen werden nach einer neuen Lebensgrundlage und Heimat suchen. Geoengineering könnte helfen, diese Prozesse zu verhindern. Zumindest könnten wir Zeit gewinnen.

Teil 2: Geoengineering als Bestandteil einer verantwortlichen Vorsorgepolitik

  • FTD.de, 29.11.2011
    © 2011 Financial Times Deutschland,
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Kommentare
  • 19.01.2012 00:02:58 Uhr   Susi: Klimaschwindel

    Ich kann's nicht mehr hören...Klimawandel. Denken die Herrschaften bei ihrer krankmachenden Sprüherei auch an die Gesundheit der Menschen. Sicherlich nicht! Warum wohl, gibt es seit ca. 2-3 Jahren gehäuft COPD-Erkrankungen (schwere Lungenerkrankung). Ich führe es darauf zurück. Aber nun ja, ist scheinbar alles gewollt und läuft nach Plan. Man schaue sich mal auf der Seite: www.nachhaltigkeitsrat.de um und vorallem diese Dokumente: http://www.nachhaltigkeitsrat.de/uploads/media/RNE_Visionen_2050_Band_2_texte_Nr_38_Juni_2011.pdf

    http://www.nachhaltigkeitsrat.de/uploads/media/RNE_Visionen_2050_texte_Nr_35_Januar_2011.pdf
    Sehr interessant!!! Urlaubsreisen sollen abgeschafft werden, Bargeld wird abgeschafft, es wird nur noch Elektroautos geben, Strom wird zugeteilt, es gibt keine Bundesländer mehr, sondern Tribes (Stämme), Fleisch wird ebenfalls drastisch reduziert (nur noch 10%) und es wird der SOZIALISMUS eingeführt!!! Ja, dass ist das Ziel. Alles in beiden PDF nachzulesen.

  • 17.12.2011 12:57:17 Uhr   Hugo Tailor: Schwefelt den Himmel
  • 30.11.2011 08:13:20 Uhr   OH72: @Horst Trummler
  • 29.11.2011 17:43:56 Uhr   Horst Trummler: Abwegige Theorie
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