Am Rande der von den USA einberufenen internationalen Klimakonferenz ist
Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) am Montag in Washington von US-Präsident
Barack Obama zu einem kurzen Gespräch empfangen worden.
Gabriel hatte bei der Konferenz die Neuorientierung in Washington gelobt. Erstmals hätten die USA wissenschaftliche Erkenntnisse anerkannt, wonach Treibhausgase für den Klimawandel verantwortlich sind. Zudem seien die USA jetzt bereit, "international verbindliche Verträge" zum Klimawandel zu unterzeichnen.
Zum Auftakt der zweitätigen Konferenz war am Montag deutlich geworden, dass sich die USA nach jahrelanger Blockadepolitik künftig am weltweiten Kampf gegen den Klimawandel beteiligen wollen. Außenministerin
Hillary Clinton rief die internationale Gemeinschaft zu einem "bedeutenden" Aktionsplan zur Verringerung der Treibhausgase auf. Clinton stellte klar, dass sich die neue US-Politik grundsätzlich von der Haltung von Ex-Präsident George W. Bush unterscheide.
An der Konferenz, bei der keine konkreten Beschlüsse erwartet werden, nehmen Vertreter von 17 Industrienationen und Schwellenländer teil, die gemeinsam für 76 Prozent des weltweiten Ausstoßes von Treibhausgasen verantwortlich sind. Neben EU-Staaten sind etwa auch China, Indien sowie Russland, Südafrika und Brasilien dabei.