FTD.de » Politik » International » Parks und Windschneisen halten Städte kühl
  FTD-Serie: Klimawandel

Der Klimawandel ist unausweichlich. Regierungen und Unternehmen müssen rechtzeitig handeln, um den Schaden in Europa zu begrenzen. Was sie konkret tun können, zeigt die FTD-Serie "Zwei Grad plus".

Merken   Drucken   07.08.2007, 21:06 Schriftgröße: AAA

Klimawandel (5): Parks und Windschneisen halten Städte kühl  

Schön sollten sie bislang sein, die Städte in Deutschland. Beeindruckend mit den riesigen Glasfronten der Firmen und Architektur, die zum Flanieren einlädt. Jetzt aber, wo heiße Sommer auch das nördliche Europa erreichen, müssen Architekten und Stadtplaner umdenken. von Friederike von Tiesenhausen (Berlin)
In Zukunft müssen sie dafür sorgen, dass wir es in Sommern wie dem von 2003 überhaupt in Städten aushalten können. Ganz oben auf der Liste der Empfehlungen stehen eine ungestörte Zufuhr von kühler Luft aus dem Umland und die Vermeidung großer versiegelter Flächen. "Am wichtigsten sind Frischluftschneisen", sagt Jörn Birkmann von der United Nations University in Bonn.
Städte mit einem Flusstal, durch das Wind wehen kann, oder gar einer Meeresbrise haben immer einen Vorteil. Kühlende Auswirkungen hat auch das sogenannte Pantoffelgrün - Parks und Grünanlagen in Wohnortnähe. Sie heizen sich nicht so auf wie Straßen. "Riesenprobleme bereiten Einkaufzentren mit ihren großen Parkplätzen", weiß Birkmann. Die Luft über Asphalt kann sich im Hochsommer auf knapp 50 Grad Celsius aufheizen. Das sind satte 15 Grad mehr als bei Luft über einer Wiese.
Allerdings gehören diese Empfehlungen seit Langem zum Repertoire der Stadtplaner. "Wenn man vor Jahrzehnten auf uns gehört hätte, sähe es heute mancherorten nicht nur wohnlicher aus, sondern es wäre auch im Sommer erträglicher", sagt Frank Schröter, Lehrbeauftragter für ökologische Planung an der TU Braunschweig. Allzu oft aber waren deutsche Stadtobere mehr am neuen Gewerbegebiet interessiert als an einem Park.
Flächen werden frei
Neuen Spielraum bietet nun der Bevölkerungsschwund. So könnten Städte in Zukunft frei stehende Häuser abreißen lassen und die gewonnenen Flächen für Grünanlagen nutzen. Damit liebäugelt auch Erwin Rothgang, Umweltreferent von Wuppertal in Nordrhein-Westfalen. Die Stadtbevölkerung ist seit den 60er-Jahren bereits um 75.000 auf 358.000 geschrumpft. Im Jahr 2025 soll es noch einmal rund 35.000 Wuppertaler weniger geben. "Wenn man Zehntausende leer stehende Wohnungen hat, hat man wieder raumplanerische Möglichkeiten", so Rothgang.

Dieses ist ein kostenpflichtiger Inhalt der FTD. Bitte melden Sie sich an, um fortzufahren!

Abonnenten
Sie haben kostenlosen Zugang zum Weiterlesen oder Herunterladen. Bitte melden Sie ich mit Ihren Zugangsdaten über die Anmeldebox an.

Nicht-Abonnenten
Wenn Sie Interesse an einem FTD-Abo haben, informieren Sie sich über die verschiedenen Abo-Angebote unter www.ftd.de/abo-vergleich.

Alternativ können Sie für den Zugriff auf den gewünschten Inhalt ein Tagesticket erwerben. Für den Erwerb eines Tagestickets müssen Sie bei uns registriert sein (zur Registrierung). Nach Registrierung melden Sie sich einfach über die Anmeldebox an. Anschließend können Sie das Tagesticket erwerben.

Das Tagesticket bietet für 2,50 € einen 24-Stunden-Vollzugriff auf...

  • ...alle Premium-Artikel auf FTD.de
  • ...das aktuelle ePaper (Zeitung als PDF) und 1-Monats-Archiv der FTD
  • ...die Nachmittagsausgabe FTD 17 Uhr (PDF)
  • ...alle Sonderbeilagen der FTD (PDF)
  • ...alle älteren Ausgaben der FTD über einen Archiv-Zugang
  • ...alle archivierten Online-Artikel
Login

Statten Sie Ihre Mitarbeiter oder Key-Accounts mit dem Informationsangebot der FTD aus. Über Unternehmenslösungen für Abonnements oder Online-Zugänge informiert Sie gern unsere Abteilung Business Cooperations, corporate-solutions(at)ftd.de.

Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.de
Bei Fragen oder Problemen zu Ihrer Einzelverkaufsabrechnung wenden Sie sich bitte direkt an Click & Buy
  • Aus der FTD vom 08.08.2007
    © 2007 Financial Times Deutschland,
Jetzt bewerten
Bookmarken   Drucken   Senden   Leserbrief schreiben   Fehler melden  

Den Parameter für die jeweilige Rubrik anpassen: @videoList
  • Massaker in Syrien: Russen, bewegt euch endlich!

    Russland stand bisher fest an der Seite des Assad-Regimes. Ob mit Waffen oder mit politischer Rückendeckung, Syrien konnte auf die Russen zählen. Das sollte Moskau schleunigst ändern. mehr

  •  
  • blättern
Tweets von FTD.de Politik-News

Weitere Tweets von FTD.de

  26.05. Der Test zu Pfingsten Kennen Sie sich mit Feiertagen aus?

Wann gilt ein bundesweites Tanzverbot? Existiert ein offizieller Vatertag? In Deutschland gibt es viele gesetzliche und kirchliche Feiertage: Was wissen Sie darüber?

An welchem Feiertag gilt ein gesetzliches Tanzverbot in Deutschland?

Der Test zu Pfingsten: Kennen Sie sich mit Feiertagen aus?

Alle Tests

FTD-Wirtschaftswunder Weitere FTD-Blogs

alle FTD-Blogs

Newsletter:   Newsletter: Eilmeldungen Politik

Ob Regierungsauflösung oder Umfragehoch für die Linkspartei - erfahren Sie wichtige Politik-Nachrichten, sobald sie uns erreichen.

Beispiel   |   Datenschutz
 



DEUTSCHLAND

mehr Deutschland

EUROPA

mehr Europa

INTERNATIONAL

mehr International

KONJUNKTUR

mehr Konjunktur

 
© 1999 - 2012 Financial Times Deutschland
Aktuelle Nachrichten über Wirtschaft, Politik, Finanzen und Börsen

Börsen- und Finanzmarktdaten:
Bereitstellung der Kurs- und Marktinformationen erfolgt durch die Interactive Data Managed Solutions AG. Es wird keine Haftung für die Richtigkeit der Angaben übernommen!

Über FTD.de | Impressum | Datenschutz | Disclaimer | Mediadaten | E-Mail an FTD | Sitemap | Hilfe | Archiv
Mit ICRA gekennzeichnet

VW | Siemens | Apple | Gold | MBA | Business English | IQ-Test | Gehaltsrechner | Festgeld-Vergleich | Erbschaftssteuer
G+J Glossar
Partner-Angebote