Cheneys Mitarbeiter hätten sich für die Streichung von insgesamt sechs Seiten Zeugenaussagen im Kongress zu den gesundheitlichen Folgen des Klimawandels eingesetzt, sagte der ehemalige Mitarbeiter der Umweltbehörde (EPA), Jason Burnett, am Dienstag. Er war im Juni von seinem Posten als Berater von EPA-Leiter Stephen Johnson zurückgetreten.
Cheneys Büro habe befürchtet, dass es andernfalls schwieriger werde, gesetzliche Verpflichtungen zum Treibhausgas-Ausstoß zu vermeiden, heißt es in einem Schreiben Burnetts an den Umweltausschuss des Senats. Der Brief liegt der Nachrichtenagentur AP vor. Das Weiße Haus hatte betont, die entsprechenden Inhalte seien im vergangenen Oktober wegen Bedenken gestrichen worden, die wissenschaftlichen Angaben seien möglicherweise nicht korrekt.
Die Vorsitzende des Umweltausschusses im Senat, Barbara Boxer, sagte am Dienstag, die Streichung sei nicht zufällig erfolgt. Vielmehr sei sie Teil umfassender Bemühungen, die Auswirkungen der Klimaerwärmung herunterzuspielen. Burnett hatte im Juni wegen Differenzen bezüglich der Haltung der EPA zum Thema globale Erwärmung gekündigt. Cheneys Presseabteilung wies seine Äußerungen zurück.