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Bei Fragen rund ums Abo wenden Sie sich bitte an unsere Service-Zentrale unter kundenservice@ftd.deNa, das weckt ja Emotionen, darauf hinzuweisen, dass es eine teure Kehrseite haben kann, die Steuern zu stark zu senke; da hilft übrigens auch der Hinweis auf vermeintlich große Sparpotenziale nicht viel - die genannten Summen (Bsp 28 Mrd) würden bestenfalls einen kleineren Teil der laufenden Defizite (von deutlich über 100 Mrd jährlich) verschwinden lassen. In der Kolumne steht übrigens mit keinem Wort, dass in Deutschland per se die Steuern erhöht werden sollten, eher schon in den Ländern, die in der Vergangenheit zu stark gesenkt haben. Vielleicht ließe sich hierzulande manche Steuer sogar senken, wenn Bankengewinne und gesellschaftlich zweifelhaft-nützliche Finanztransaktionen vernünftig besteuert würden (was allerdings die FDP ja auch nicht will).
@Silvio Schürig - auch am Schluss der Kolumne steht nicht, dass die 45 Prozent als Grenzwert eine "bewiesene Tatsache" sind, wie Sie schreiben - da steht, dass die Deutschen mit 43 Prozent "EHER unter als über dem Level liegen, das mit soliden Staatsfinanzen auf Dauer vereinbar SCHEINT". Vorsichtiger kann man es eigentlich nicht ausdrücken. Daraus ließe sich, wie gesagt, nicht mal ableiten, dass die Steuern per se steigen müssen. Die Diagnose lässt sich aber als Warnsignal verstehen, was weitere Steuersenkungen angeht. Und da drängt schon der Verdacht auf, dass in der FDP relativ wenig über die Frage nachgedacht wird. Übrigens sind unter den "7 von 28" Ländern, die von der Regel abweichen, auch solche, bei denen die Staatsschulden trotz hoher Steuern hoch sind. Und dass die Regel für Drei Viertel aller OECD-Länder zutrifft, sollte schon nachdenklich machen. Es stehen halt solche Staaten jetzt am finanziellen Abgrund, die bislang als vorbildlich in Sachen Staatsausgabenquote galten.
Beste Grüße