Der Iran droht im Streit um sein Atomprogramm damit, die Straße von Hormus zu blockieren. Durch die Meerenge wird ein großer Teil des arabischen Öls für den Weltmarkt verschifft. Militärexperten zufolge ist die im Golf patrouillierende fünfte US-Flotte mit mindestens einem Flugzeugträger sowie Fregatten und Zerstörern der iranischen Marine weit überlegen. Fox sagte, dass das Land über zehn kleine U-Boote verfügt.
Seit dem Anschlag der Terrororganisation al-Kaida auf den Zerstörer USS Cole im Jahr 2000 ist sich die Marine der Verwundbarkeit ihrer großen Schiffe bewusst. Ein mit Sprengstoff beladenes Boot war im jementischen Hafen Aden vor dem Schiff explodiert und hatte ein großes Loch in den Rumpf gerissen. 17 US-Soldaten starben bei der Attacke.
Vize-Admiral Fox sagte, dass die Flotte auf einen Angriff oder andere Zwischenfälle im Golf vorbereitet sei. "Wir sind wachsam. Wir haben ein breites Angebot von Möglichkeiten, die wir dem Präsidenten anbieten können." US-Präsident Barack Obama müsste letztlich über den Einsatz militärischer Mittel entscheiden.
Der Konflikt um das iranische Atomprogramm hatte sich in den vergangenen Wochen verschärft. Der Westen wirft Teheran vor, den Bau von Atomwaffen anzustreben. Die EU verhängte ein Ölembargo gegen das Regime, das Anfang Juli in Kraft tritt. Damit soll der Iran zum Einlenken gezwungen werden. Teheran drohte jedoch stattdessen mit der Blockade der Straße von Hormus. Auf dem Seeweg wird ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls transportiert.
Die Verminung der Straße gilt als Möglichkeit, sie zu blockieren. Fox bezeichnete das als kriegerischen Akt. Die USA würden das verhindern, sagte der Vize-Admiral. "Wir haben das Recht und die Pflicht zur Selbstverteidigung und das fällt unter Selbstverteidigung."
Die Brennpunkte des Iran-Konfliks