Das Konsumklima in den USA hat sich im August unerwartet deutlich aufgehellt. Der Index für das Verbrauchervertrauen stieg um 6,7 auf 54,1 Punkte. Das teilte das Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag mit. Analysten hatten im Schnitt mit 47,5 Punkte gerechnet. Der August-Anstieg ist der erste seit drei Monaten. Im Juli hatte der Wert bei 47,4 gelegen. Einen Tiefpunkt hatte er im Februar bei 25,3 Punkten erreicht.
Als Hauptgrund für den Anstieg wird die beginnende Stabilisierung der Wirtschaft in den USA gesehen. Auch staatliche Programme wie das am Montag ausgelaufene "Cash for Clunkers", die amerikanische Variante der Abwrackprämie, dürfte das Vertrauen angehoben haben.
"Die Verbraucher sind optimistischer in ihren kurzfristigen Erwartungen bezüglich Arbeitsmarkt und Konjunktur, aber nur wenig optimischer, was ihre Einkommenserwartungen angeht", sagte Lynn Franco, zuständiger Manager beim Conferenc Board. "Solange die (schwachen) Einkommenserwartungen die Konsumstimmung belastet, werden die Ausgaben wohl nur moderat steigen." Die Stimmung der Verbraucher gilt als zentraler Indikator für die Konsumausgaben, die etwa 70 Prozent der US-Wirtschaftsleistung ausmachen.
An den Finanzmärkten wurden die Daten nicht mit Euphorie aufgenommen. Der Dow Jones verlor nach Bekanntgabe einen Teil der Gewinne, notierte aber weiter mit rund 0,6 Prozent im Plus. Auch der Dax schränkte seine Gewinne ein. Der Ölpreis, ebenfalls ein Indikator für die Konjunkturerwartungen, gab nach. Rohöl der Sorte WTI verbilligte sich um 1,2 Prozent auf 73,47 $. Der zuletzt schwache Dollar legte dagegen etwas zu. Ein Euro kostete zuletzt 1,4327 $ nach einem Tageshoch bei 1,4361 $.