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  FTD-Serie: G20-Gipfel in London

In der britischen Hauptstadt treffen sich die 20 wichtigsten Wirtschaftsnationen zum Weltfinanzgipfel. Es geht um eine neue Finanzarchitektur und die Überwindung der globalen Wirtschaftskrise. FTD.de beleuchtet die Hintergründe.

Merken   Drucken   31.03.2009, 13:38 Schriftgröße: AAA

Konsequenzen aus der Krise: Ökonomen im Brandeinsatz  

Vor dem G20-Gipfel häufen sich die Vorschläge von Ökonomen, wie die Wirtschaftskrise überwunden werden kann. Sie fordern umfassende Reformen des Finanzsektors und kurzfristig eine bessere internationale Abstimmung der Bankenrettung und der Konjunkturprogramme. von Birgit Marschall (Berlin)
Der deutsche Finanzminister, selbst studierter Volkswirt, ist enttäuscht von den Ökonomen: "Die Wirtschaftswissenschaftler haben keine verlässlichen Empfehlungen für uns", sagte Peer Steinbrück (SPD) jüngst. Sie seien "nicht minder vielstimmig" und vor allem genauso auf Selbstdarstellung aus wie Politiker. Und trotzdem - selten waren Regierungen mehr auf ihren Rat angewiesen als im Vorfeld des G20-Gipfels, der am Donnerstag in London Wege aus der Krise weisen soll.
Die Empfehlungen der Ökonomen an die Politiker sind in der Tat vielstimmig - und nicht selten widersprüchlich. Zu beobachten war dies zuletzt, als die US-Regierung - assistiert von heimischen Spitzenökonomen wie Larry Summers, Paul Krugman, Christina Romer oder Robert Shiller - von den Europäern eine deutliche Aufstockung ihrer Konjunkturhilfen verlangte. Die Europäer hielten dagegen, pochten stattdessen auf gemeinsame Vereinbarungen zur besseren Regulierung der Finanzmärkte. Auch sie wurden unterstützt von führenden US-Ökonomen - etwa Jeffrey Sachs, John Taylor oder Gary Becker. Sie halten allerdings vor allem die rasche Sanierung des Bankensystems für den Schlüssel im Kampf gegen die Krise. Auch sollten Eigenkapitalregeln für Banken ver- und prozyklisch wirkende Bilanzierungsregeln entschärft werden.

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