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Natürlich ist die Darstellung dieser Problematik und das Resume richtig: das Drogenverbot hat seit dem 2. Weltkrieg immenses Unheil gestiftet; in seinen diversen Auswirkungen, Opferzahlen, Verelendung usw. wahrscheinlich schlimmer, als ein mittelschwerer jahrelanger Krieg.
Leider orientiert sich die Politik nicht am Wohlergehen der Menschen sondern an Machtfragen, an Umsatz und Gewinn.
Glaubt einer ernsthaft, dass Drogenkartelle und Mafiapaten nicht ihren Einfluss, ihre Mittel und Wege, ihre Portokassen nutzen, um das eigene Geschäft, die Quelle ihrer milliardenschweren Einkünfte zu schützen? Dass sie keinen konservativen Politiker finden, der in ihrem Interesse gegen Disziplinlosigkeit, Verwahrlosung usw. von Drogenkonsumenten wettert, um dafür zu sorgen, dass die - durch die Illegalität - exzessiven Profitmargen des Drogengeschäfts erhalten bleiben?
Ausserdem ist die Rechnung ohne die Geheimdienste gemacht: der frühere Bundesminister und anschließend langjähriges Mitglied des Bundestagsausschusses zur Kontrolle der Geheimdienste hat darauf hingewiesen, dass der Drogenhandel seit dem Ende des 2. Weltkriegs immer wieder eine wichtige Funktion hatte, um die schwarzen Kassen der Geheimdienste zu füllen, um außerhalb der regulären (parlamentarisch kontrollierten) Budgets Todesschwadronen, Rebellen, faschistische Gruppen usw. auszustatten und zu bewaffnen, um linke oder kommunistische Einflüsse zurückzudrängen, wie nach dem Krieg in Süditalien oder Marseille. Die Drogen-Brennpunkte - Südostasien, Afghanistan, Lateinamerika - waren zeitgleich Orte der politisch-strategischen Auseinandersetzung zwischen westlicher/amerikanischer Dominanz und Bestrebungen, einen anderen, nicht-westlich, kapitalistisch ausgerichteten Weg zu gehen (Vietnam, Nicaragua, Kolumbien, Afghanistan, Jugoslawien).
Die Finanzierung der nicaraguanischen Contras, kolumbianischen Todesschwadronen, kosovo-albanischen UCK-Mafia, tschetschenischen / afghanischen Islamisten usw. durch immense Drogengeschäfte - mit freundlicher Unterstützung der US-Geheimdienste - ist ja mittlerweile ein alter Hut, auch wenn die Medien nur ausnahmsweise darüber berichten.
Solange also kein alternativer Weg gefunden wird, die schwarzen Geheimdienstkassen zu füllen, wird es nichts werden mit der Austrocknung der Drogenkartelle und des von ihnen verursachten Verelendungsmilieus.
CIA & Co. werden Mittel und Wege finden, die ganz erhebliche Einschränkung ihres Aktionsradius durch Verknappung ihrer Mittel sowie durch Transparenz und Kontrolle zu verhindern.