Die chinesische Wirtschaft ist im zweiten Quartal um 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Im ersten Halbjahr habe das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahr um 7,1 Prozent zugelegt, teilte das staatliche Statistikamt am Donnerstag mit.
Im ersten Vierteljahr war die Wirtschaft um 6,1 Prozent gewachsen. Der Anstieg im zweiten Quartal lag über den Erwartungen der Wirtschaftswissenschaftler von 7,5 Prozent. Die Verbraucherpreise gingen im Juni um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und im ersten Halbjahr um 1,1 Prozent zurück. Die Erzeugerpreise lagen im Juni um 7,8 Prozent und im ersten Halbjahr um 5,9 Prozent unter den Werten des Vorjahres.
Der Preisrückgang halte an, darauf müsse geachtet werden, erklärte das Statistikamt. Die Wachstumsrate sei niedriger als das Potenzial. Die Basis für eine wirtschaftliche Erholung sei noch stets schwach. Die Erholung sei unausgewogen, daher gebe es noch Unsicherheitsfaktoren für den Erholungsprozess.
China hat ein Konjunkturprogramm von rund 585 Mrd. $ aufgelegt. Dies soll zusammen mit einer Rekord-Kreditvergabe dazu führen, das Regierungsziel von acht Prozent Wachstum zu schaffen.
Am Mittwoch hatte die Zentralbank in Peking mitgeteilt, dass die Währungsrücklagen des Landes zum ersten Mal über die Marke von 2000 Mrd. $ geklettert waren. Mit 2130 Mrd. $ lagen sie im ersten Halbjahr 17,8 Prozent höher als zuvor. Allein im Juni lag der Zuwachs bei 42 Mrd. $. Chinas Devisenreserven sind damit inzwischen mehr als doppelt so groß wie die der Nummer Zwei, Japan.