15:55 Der Atomexperte des Darmstädter Öko-Instituts, Michael Sailer, hegt noch Zweifel an der geplanten Stabilisierung der Katastrophenreaktoren im japanischen Fukushima binnen sechs bis neun Monaten. "Wenn nichts Weiteres passiert, kann man in der Zeit wohl irgendwelche Kühlkreisläufe wieder funktionsfähig hinstellen", sagte Sailer. "Aber man kann nicht eine Garantie geben in dem Sinne, wir haben in sechs oder neun Monaten einen stabilen Zustand." Dafür gebe es zu viele Risiken.
Auch sei die radioaktive Strahlung für die Elektronik der Roboter problematisch, die in Fukushima zum Einsatz kommen sollen. "Bisher sind die ferngesteuerten Roboter unter solchen Bedingungen nicht erprobt", sagte Sailer. Allerdings gebe es zu ihnen keine Alternative.
08:12 Die Kühlung der Reaktoren und Abklingbecken im Atomkraftwerk Fukushima soll laut Tepco in etwa drei Monaten stabilisiert sein. Insgesamt soll Fukushima I demnach in etwa sechs bis neun Monaten unter Kontrolle sein. Das gab ein Tepco-Sprecher bekannt.
07:07 Japan wird seiner Regierungspartei zufolge um eine Steuererhöhung zur Finanzierung des Wiederaufbaus nach den Naturkatastrophen nicht herumkommen. Zusätzliche Staatsanleihen, die zu diesem Zweck ausgegeben würden, müssten über höhere Steuern ausgelöst werden, sagte der Generalsekretär der Demokratischen Partei, Katsuya Okada, im Fernsehsender NHK. Eine sofortige Steuererhöhung sei noch nicht nötig.
Die japanische Regierung arbeitet derzeit mit Hochdruck an einem ersten Sonderhaushalt über umgerechnet rund 33 Mrd. Euro zur Finanzierung der Folgeschäden von Beben und Tsunami. Die Ausgabe von neuen Anleihen ist hierbei nicht vorgesehen, wird aber bei Folgehaushalten wohl unvermeidbar sein. "Würde der Markt mitmachen, wenn wir Anleihen über 1000 bis 1500 Mrd. Yen (83 bis 125 Mrd. Euro) ausgeben ohne Plan?", sagte Okada.