Die Schlacht ist geschlagen - der Sieger heißt Barack Obama. Hier finden Sie die aktuellsten Nachrichten und Reportagen, Analysen und Kommentare zum politischen Weltereignis in den USA.
Artikel-Sammlungen im Überblick:
22.52 Der künftige US-Präsident Barack Obama erhält am Donnerstag sein erstes Briefing durch die Geheimdienste. Obama werde die gleichen Informationen bekommen wie der amtierende Staatschef und Oberbefehlshaber George W. Bush, sagte CIA-Direktor Michael Hayden. Themen dürfte es bei der allmorgendlichen Unterredung mit den Geheimdienstlern genug geben: Neben den Kriegen in Afghanistan und im Irak muss sich Obama mit einem wiedererstarkten Russland, dem iranischen Atomprogramm und der Bedrohung durch radikal-islamische Terroristen beschäftigen. Auch die Proteste gegen US-Angriffe auf pakistanische Dörfer an der Grenze zu Afghanistan und die Zukunft des umstrittenen Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba werden vermutlich auf der Tagesordnung stehen. Obama will Guantanamo schließen lassen.
21.52 Die historische Wahl Barack Obamas zum Präsidenten hat vielen US-Zeitungen Traumauflagen beschert: Binnen weniger Stunden seien die Ausgaben vergriffen gewesen, berichtete das US-Magazin "Editor & Publisher" am Mittwoch. Die "Washington Post" legte darum zusätzlich eine 26-seitige Sonderausgabe von 150.000 Exemplaren auf. Die "New York Times" druckte 50.000 weitere Exemplare nach, die "Los Angeles Times" 30.000 und die "Chicago Tribune" verkaufte am Nachmittag (Ortszeit) sogar 200.000 zusätzliche Ausgaben.
20.40 In Minnesota bahnt sich eine Neuauszählung der Wählerstimmen an: Der republikanische Senator Norm Coleman liegt lediglich mit einer Haaresbreite vor dem demokratischen Mitstreiter Al Franken. Der Abstand ist so gering, dass die Stimmen nach dem in Minnesota geltenden Wahlrecht neu gezählt werden müssten. Dieser Fall tritt dann ein, wenn die Differenz zwischen den beiden Kandidaten geringer als ein Prozent ist.
19.52 Kaliforniens Wähler stimmen gegen die gleichgeschlechtliche Ehe. In einer Volksabstimmung sprach sich eine Mehrheit der Wähler für einen Verfassungszusatz aus, der Ehen auf Beziehungen zwischen Mann und Frau beschränkt. Es war die erste Abstimmung dieser Art in einem US-Staat, in dem gleichgeschlechtliche Ehen bisher erlaubt waren.
17.43 Der Demokrat Barack Obama hat bei der Präsidentschaftswahl nach einer Prognose des Senders CNN auch den US-Staat Indiana gewonnen. Danach schlug er seinen Rivalen John McCain mit einem Vorsprung von nur gut 23.000 Stimmen und heimste damit weitere elf Stimmen im Wahlmännergremium ein. Insgesamt verfügte er damit über 349 Stimmen - bereits 270 reichten für seinen Wahlsieg aus. McCain kam nach dem Stand am Mittwochnachmittag (MEZ) auf 163 Wahlmänner. Das Ergebnis in den Bundesstaaten Missouri und North Carolina blieb zunächst weiter offen. Die insgesamt 538 Wahlmänner im sogenannten Electoral College werden am 15. Dezember offiziell ihre Stimmen für ihren jeweiligen Bundesstaat abgeben.
16.55 Die Leser des britischen Boulevardblatts "Sun" mussten am Mittwoch zugunsten von Barack Obama auf ihr gewohntes Oben-Ohne-Model verzichten. Der künftige US-Präsident zierte die Seite 3 der Zeitung vollständig bekleidet und in würdiger Pose. Ihre freizügige Rubrik hat der "Sun" zu täglich drei Millionen Lesern verholfen. Ersetzt wird sie nach Angaben einer Verlagssprecherin nur nach historisch besonders bedeutsamen Ereignissen wie dem 11. September oder den Terroranschlägen auf den Londoner Nahverkehr.
16.39 Deutsche Reiseveranstalter hoffen nach dem Wahlsieg des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama auf verstärkte Nachfrage nach Reisen in die USA. "Die Wahl von Obama ist positiv für das Image der USA in Europa", sagte ein Thomas-Cook-Sprecher am Mittwoch. Eine Sprecherin der Frankfurter Dertour-Gruppe äußerte sich ähnlich. "Das Thema USA ist in den Medien jetzt positiver belegt", begründete sie den Optimismus. Dadurch würden mehr Urlauber animiert, in die USA zu reisen. Auch der Deutsche ReiseVerband (DRV) rechnet mit einem kleinen Zuwachs. "Für die, die ihren Wunschkandidaten gewählt sehen, mag es die positive Stimmung verstärken", sagte eine DRV-Sprecherin.
16.04 Nach dem Sieg von Barack Obama bei der US-Präsidentschaftswahl ist die Nachfrage nach seinen beiden bislang erschienenen Büchern nochmals gestiegen. Sowohl "Dreams from My Father" als auch "The Audacity of Hope" (Hoffnung wagen) stiegen am Mittwochmorgen in den USA in die Top 25 der Bestsellerliste des Online-Händlers Amazon.com. "Dreams from My Father" kam schon in den 90er Jahren heraus, als noch kaum jemand Obama kannte. Seine Überlegungen zur Politik in "Audacity of Hope" erschienen 2006 und verschafften ihm eine Basis treuer Anhänger.
15.17 Die Wahl Barack Obamas zum nächsten Präsidenten der USA erhöht nach Ansicht japanischer Sportpolitiker Chicagos Chancen, Gastgeber der Olympischen Spiele 2016 zu werden. Mit dem bisherigen Senator des US-Bundestaates Michigan als Unterstützer von Chicago würden gleichzeitig Tokios Chancen sinken. "Ich frage mich, wie Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees reagieren, wenn Mister Obama bei der Präsentation für Chicago auftritt", sagte der Präsident des Japanischen Olympischen Komitees, Tsunekazu Takeda. "Japan könnte es schwerer haben", ergänzte ein weiterer Sportfunktionär. Neben Chicago und Tokio sind auch noch Madrid und Rio de Janeiro in der Endauswahl. Die Entscheidung über die Olympia-Stadt 2016 fällt das Internationale Olympische Komitee im Oktober kommenden Jahres in Kopenhagen.
14.33 Er wollte besonders schnell gratulieren, dabei unterlief ihm ein peinlicher Schreibfehler: Der französische Präsident Nicolas Sarkozy habe seinen Glückwunsch an "Barak" statt an "Barack" Obama adressiert, berichtete die Website mediapart.fr. Das einseitige Schreiben ist gedruckt, doch Sarkozy fügte handschriftlich hinzu "Lieber Barak" und "freundschaftliche Grüße". In der offiziellen Anrede ist der Name jedoch richtig geschrieben. Sarkozy gratuliert Obama zum "glänzenden Sieg", den er als "Lohn für einen unermüdlichen Dienst am amerikanischen Volk" bezeichnete. Obama könne auf die persönliche Unterstützung Sarkozys vertrauen.
14.02 Marihuana-Freunde feierten in zwei US-Bundesstaaten einen Sieg. Erwachsene Bürger in Massachusetts, die bis zu 28 Gramm der Droge besitzen, müssen sich nicht mehr vor einer strafrechtlichen Verfolgung fürchten. Künftig gibt es nur noch geringe Bußgelder. In Michigan wurde die Verwendung von Marihuana für medizinische Zwecke gebilligt. Michigan ist damit der 13. US-Staat, in dem Patienten mit ärztlicher Genehmigung unter bestimmten Bedingungen Zugang zu der Droge haben.
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