In der Schweiz und in den USA ist die Gelduld mit den Dauer-Demonstraten am Ende. Die Polizei beginnt, die Zeltlager der Aktivisten zu räumen - notfalls auch mit Gewalt.
Die Polizei hat am Dienstagmorgen damit begonnen, das Lager der Occupy-Aktivisten auf dem Lindenhof-Areal in Zürich aufzulösen. Als erstes wurde das Gelände abgeriegelt, meldete die Schweizer Nachrichtenagentur SDA. Die Polizei gab den Demonstranten, die dort gegen die Auswüchse des Finanzsystems protestieren, 20 Minuten Zeit, freiwillig zu gehen.
Auch in den USA gehen die Behörden inzwischen gegen die Camps der "Occupy"-Bewegung vor. In New York begann sie nach Berichten der "New York Times" und der "New York Post" in der Nacht zum Dienstag damit, das Lager im Zuccotti-Park unweit der Wall Street zu räumen.
Anti-Banken-Proteste
Randale in Occupy-Camps
Vor dem Einsatz habe die Polizei Flugblätter im Camp verteilt und die Besetzer aufgefordert, das Lager zu verlassen, hieß es. In dem Camp hatten in den vergangenen Wochen Hunderte Menschen campiert und für eine schärfere Kontrolle der Banken sowie höhere Steuern für Reiche demonstriert.
Im kalifornischen Oakland hatte die Polizei am Montag mit einem Großaufgebot ein Camp mit Hunderten Menschen geräumt. Polizei-Chef Howard Jordan sprach laut "San Francisco Chronicle" von 32 Festnahmen. Beamte in schwerer Ausrüstung kreisten das Lager in der Innenstadt ein und rissen die Zelte der Demonstranten nieder.
Die Bewegung "Occupy Wall Street" ("Besetzt die Wall Street") hatte im September in New York ihren Ausgang genommen und sich auf andere Städte ausgeweitet. Auch in Frankfurt und Berlin gibt es am Rande des Banken- und Regierungsviertels Zeltdörfer.
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