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Merken   Drucken   28.08.2010, 10:00 Schriftgröße: AAA

Maroder Staat: Kein Land in Sicht in Griechenland  

Kommentar Brasilien erholte sich einst aus ähnlich schlechter Lage wie Griechenland. Daraus lernen wird Athen aber nicht. von Alan Beattie
Vor drei Monaten setzten Euro-Zone und IWF 130 Mrd. Euro darauf, dass eine Staatspleite Griechenlands abgewendet wird. Zwar ein halbes Jahr zu spät, aber dafür umso rascher. Das Ergebnis für das erste Quartal liegt vor, und das Management leistet gute Arbeit. Athen muss jedoch nicht nur Kosten senken, sondern auch Wachstum verzeichnen - und das läuft nicht gerade berauschend.
Die weiterhin wahrscheinlichste Folge ist, dass Griechenland den Kapitalwert seiner Schulden in einer Umschuldung reduzieren muss, wahrscheinlich irgendwann 2011. So merkwürdig es klingt: In der Zwischenzeit ist es das Beste, einfach weiterzumachen und so zu tun, als werde es nicht dazu kommen.
EU und IWF haben das griechische Reformprogramm einer ersten Prüfung unterzogen, und die hat ergeben, dass die fiskalischen Bedingungen weitgehend auf dem richtigen Weg sind. Griechenland versucht etwas nie da Gewesenes: Innerhalb weniger Jahre sollen Kürzungen erzielt werden, die etwa 16 Prozentpunkten des BIPs entsprechen. Zumindest ist das Land in die richtige Richtung gestartet.

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  • FTD.de, 28.08.2010
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Kommentare
  • 01.09.2010 20:51:07 Uhr   Sabine Ritz: "WIR" und "unsere Verhältniss...

    Kommentar: "Ich weiß nicht, warum die Deutschen immer jammern: sie sind die größten Gewinner der EU,..“

    Ähnlich wie entgegen dem aktuellem Regierungs-Erklärungsneusprech nicht „WIR“ über „unsere Verhältnisse“ seit dem Start der Verschuldungspolitik von Willy & Co ab 1969 gelebt haben, sondern es die machtgeilen Politkasten mit ihren kreditfinanzierten „Wähl mich!“-Politik waren!
    Lt. Prof. Miegel ist deutsches Wachstum übrigens bereits seit Beginn der 70-er nur noch kreditfinanziert!

    So sind es auch nicht „DIE DEUTSCHEN“, wie Sie annehmen, sondern die „deutschen Exportunternehmen“ (und die dadurch prallen Parteikassen) die Gewinner der letzten Dekade in Deutschland, wo einzig diese über 1000 Mrd. Exportüberschuss als Gewinn privatisiert haben!

    Der deutsche Arbeiter durfte dafür die gesamte Gegenfinanzierung aus eigener Tasche rationalisierend sozialisieren!

    So ist z.Zt. hier der bereinigte Durchschnittslohn 2010 bei -5,5% des Lohns von 1991 angelangt und im Vergleich mit meisten anderen EU-Staaten liegt er real bereinigt um bis zu 40% unter dem EU-Durchschnittslohn!
    Die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Vollzeitjobs hat dafür in Deutschland von 28,5 Mio. in 2005 auf nun 22,7 Mio. abgenommen! Die Zeitarbeitsbranche ist z.Zt. in Wahrheit die einzige die anstellt, Industrie und Dienstleistung entsorgen nur und stellen bestenfalls nur Leiharbeiter ein!
    Hunderte Milliarden Steuersubventionen und –zuschüsse, hier in der Zeit an Unternehmen ausgeschenkt, volkswirtschaftlich gar nicht mitgerechnet!

    Erst die so durch den Export- und Wachstumsfetisch generierte Diskrepanz im Außenhandelsdefizit zw. DE und EU-Rest zerreißt nun den EURO-Raum, da EU-Staaten sich nicht mehr weiter für die künstliche Nachfrageförderung verschulden können und die laufende Ausbalancierung ungleicher Wirtschaften durch Währungsparitäts-Ausgleich im EUW so nicht möglich ist!

    Antwort von Merkel darauf ist: „Weiter so!“ und die dafür heimlich gegründete EU-Transferunion über "alternativlose Rettungspakete", die bald über das Feigenblatt „EU-Wirtschaftsregierung“ offiziell eingeführt wird.

    Die zukünftig hauptsächlich aufgrund des offensichtlich weiter fortgesetzten Exportwahns von Deutschland zu bestreitenden Transfers in die Rest-EU werden nicht durch die hier, seit Schröders-Steuergeschenken an Unternehmen, fast keine Steuern mehr zahlen (Export-)Unternehmen aufgebracht werden müssen, sondern wieder nur durch den vorher schon für alles geplünderten Steuerzahler.

    Das im krassen Gegensatz zu Frankreich und Resteuropa, die bisher 35-Stundenwoche mit Liebhaberlöhnen zelebrieren durften und jetzt dank des Merkel-Transferumfallers keine gegenläufige Kompensation rausrücken werden, sondern alles nur mit deutschem Steuergeld ein zweites Mal kompensiert wird

  • 30.08.2010 19:33:10 Uhr   atlas1821: wie doch???
  • 29.08.2010 16:27:05 Uhr   Marie: Doch!
  • 29.08.2010 15:51:54 Uhr   Egon Balzer: Brasilien vs. Griechenland
  • 29.08.2010 15:30:29 Uhr   Noordmann: Die EU ist am Ende
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