Wachsende Angst vor Ausbreitung unter Menschen: Türkische Behörden lassen viele Hühner einsammeln
Wie aus Delegationskreisen verlautete, wurden 1,9 Mrd. $ für den Kampf gegen die Vogelgrippe zugesagt. Mit dem Geld sollen vor allem die Gesundheitsdienste und die tiermedizinische Versorgung in Entwicklungsländern unterstützt werden. Die USA sagten finanzielle und technische Hilfe im Wert von 334 Mio. $ zu.
Die Europäische Union stellt 250 Mio. $ zur Verfügung. In diesem Betrag sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auch 13 Mio. Euro aus der Bundesrepublik enthalten. Die Weltbank sagte Angaben aus Verhandlungskreisen zufolge eine Kreditlinie von 500 Mio. $ zu. Die Gesamtsumme liegt damit über den Erwartungen der Weltbank, die Finanzzusagen in Höhe von mindestens 1,2 Mrd. $ gefordert hatte.
Annan fordert "verstärkte Anstrengungen"
An dem Vogelgrippe-Virus vom Stamm H5N1 sind seit 2003 weltweit rund 80 Menschen gestorben, die meisten in Asien. Das Virus hat sich inzwischen bis in die Türkei ausgebreitet. Wissenschaftler befürchten, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sich das Virus auch von Menschen zu Menschen überträgt.
EU-Gesundheitskommissar Markos Kyprianou sagte: "Nie zuvor hat die Menschheit die Chance gehabt, sich auf eine Pandemie vorzubereiten, bevor sie tatsächlich eintritt." Uno-Generalsekretär Kofi Annan rief die internationale Staatengemeinschaft zu verstärkten Anstrengungen und größerer Eile im Kampf gegen die Vogelgrippe auf. "Es gibt keine Zeit zu verlieren. Wir müssen sicherstellen, dass wir bereit sind", sagte er in einer Videobotschaft auf der internationalen Geberkonferenz.