Nach gewaltsamen Protesten:Hunderte Occupy-Demonstranten festgenommen
Im kalifornischen Oakland versuchten Mitglieder der Occupy-Bewegung, mehrere Gebäude zu besetzen. Mit Brandsätzen und Steinen gingen sie auf Polizisten los. Die Bilanz des Zusammenstoßes: Drei verletzte Polizisten, mehr als 200 festgenommene Demonstranten.
Bei Protesten der Occupy-Bewegung im kalifornischen Oakland sind Medienberichten zufolge mindestens 200 Menschen festgenommen worden. Drei Polizisten waren am Samstag bei Auseinandersetzungen mit Demonstranten verletzt worden, meldete die "New York Times" unter Berufung auf die Behörden.
Die Polizei habe Tränengas eingesetzt, als Demonstranten versuchten ein stillgelegtes Tagungszentrum zu besetzen. Dabei rissen sie den Angaben zufolge Zäune nieder und zerstörten Baugeräte. Außerdem sollen Randalierer die Polizisten mit Flaschen, Steinen und selbst gebastelten Brandsätzen beworfen haben.
"Occupy-Oakland muss aufhören, Oakland als Spielwiese zu benutzen", sagte Bürgermeisterin Jean Quan. Einige Demonstranten zogen von dem Tagungsort in die Innenstadt. In der Nacht waren noch Hunderte in den Straßen. Laut Stadtrat Larry Reid stürmte eine Gruppe von Demonstranten das Rathaus, beschädigte Ausstellungsgegenstände und verbrannte die amerikanische Flagge.
Die Bewegung "Occupy Wall Street" ("Besetzt die Wall Street") hatte im September vergangenen Jahres in New York ihren Ausgang genommen. Dort gingen Anhänger wochenlang gegen ungleich verteilten Reichtum und die Macht der Großbanken auf die Straße. Zugleich bildeten sich Zeltlager, die weltweit Nachahmer fanden. Nach Auflösung der Stätten Ende des Jahres flauten die Proteste ab.
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