Das Sammeln aller Fakten über das "Columbia"-Unglück mit sieben Toten Anfang Februar werde noch zweieinhalb Monate dauern. Das sagte der Chef der US-Raumfahrtbehörde Nasa, Sean O'Keefe, am Montag in Moskau. Dann würden Experten nach der Unglücksursache suchen und einen Abschlussbericht erstellen.
Auf keinen Fall würden die US-Raumfähren wieder drei Jahre am Boden bleiben wie nach dem "Challenger"-Unglück 1986, sagte O'Keefe. Der Nasa-Chef verhandelte nach Angaben der Agentur Itar-Tass mit der russischen Raumfahrtbehörde Rosawiakosmos über die Zukunft der Internationalen Raumstation ISS.
Zur Zeit kann die ISS nur mit russischen Sojus-Raumschiffen angeflogen werden. Deshalb verlangt Russland von den USA Geld für eine Aufstockung der Sojus-Produktion. Die Nasa dagegen wolle "kein Geld für die russische Raumfahrtindustrie ausgeben", sagte O'Keefe nach Angaben der Agentur Itar-Tass. Der Rosawiakosmos-Chef Juri Koptew sagte am Montag, er erwarte keine großen Fortschritte bei den Verhandlungen über die Zukunft der ISS.