Das Columbia-Unglück, bei dem sieben Astronauten starben, sei vermutlich nicht durch ein Stück der Schaumstoff-Isolierung des Treibstoff-Tanks ausgelöst worden, sagte der für das Raumfährenprogramm zuständige Nasa-Direktor Ron Dittemore am Mittwoch.
"Es macht einfach keinen Sinn, dass das Schaumstoff-Stück die Ursache für den Verlust der Fähre und der Crew ist", sagte Dittemore. "Es muss einen anderen Grund geben." Das Schaumstoffteil, das sich beim Start am 16. Januar gelöst habe und gegen die linke Tragfläche geprallt sei, sei mit rund einem Kilogramm einfach zu leicht gewesen, um einen Schaden am Hitzeschild der Raumfähre zu verursachen. Zudem sei es nicht schnell genug gewesen.
Die Ingenieure suchten weiter nach der Ursache, die die Raumfähre am vergangenen Samstag über Texas auseinander brechen ließ. Die Nasa verstärke ihre Bemühungen, die bislang fehlenden Flugdaten der letzten 32 Sekunden von den Computern zu sichern.
In Kalifornien wurde ein Handteller großes Stück Metall gefunden, dass möglicherweise von dem Shuttle stammt. Nach Ansicht von Experten könne sich um die Haltevorrichtung einer der Hitzekacheln handeln. Den Kacheln gilt die besondere Aufmerksamkeit der Ermittler. Ihr Verlust könnte zur Überhitzung des Shuttles beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre geführt haben. Die Nasa wollte das Stück am Donnerstag in Augenschein nehmen.