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Merken   Drucken   16.07.2012, 07:41 Schriftgröße: AAA

Neue Pipeline in Betrieb: Emirate schränken Irans Ölmacht ein

Die Straße von Hormus ist das Nadelöhr der globalen Ölwirtschaft. Teheran kann die Wasserstraße sperren und so seine Macht im Streit um das Atomprogramm des Landes ausspielen. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben deshalb eine Umleitung eingerichtet.
Energieminister Mohammed bin Dhaen Al Hamli (2.v.r.) drückt den ...   Energieminister Mohammed bin Dhaen Al Hamli (2.v.r.) drückt den Startknopf für die neue Ölpipeline

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben eine Pipeline in Betrieb genommen, über die sie im Falle einer Sperrung der Straße von Hormus weiter Öl exportieren könnten. Ein Regierungsbeamter sagte in Abu Dhabi, nach umfangreichen Tests sei erstmals Öl durch die 360 Kilometer lange Pipeline transportiert und nach Pakistan verschifft worden.

Die Pipeline hat mehr als 3 Mrd. Dollar gekostet. Sie verbindet die Ölfelder von Abu Dhabi mit dem Emirat Fudschaira. Ihre Kapazität von derzeit 1,5 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag soll später auf 1,8 Millionen Barrel steigen. Damit könnten 70 Prozent der Fördermenge von Abu Dhabi über Fudschaira exportiert werden.

Der Iran hat gedroht, die strategisch bedeutende Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Indischen Ozean zu blockieren, falls der Streit um sein Atomprogramm eskalieren sollte.

  • dpa, 16.07.2012
    © 2012 Financial Times Deutschland
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