FTD.de » Politik » International » Ölpreis treibt US-Außenhandelsdefizit in ungeahnte Höhen
Merken   Drucken   09.03.2006, 15:04 Schriftgröße: AAA

Ölpreis treibt US-Außenhandelsdefizit in ungeahnte Höhen

Die größte Volkswirtschaft der Welt steuert auf ein Außenhandelsdefizit in bislang nie gekannter Höhe zu. Allein der Wert für Januar stieg US-Angaben zufolge auf einen Wert, mit dem selbst Volkswirte nicht gerechnet hatten.
Im Containerterminal von Red Hook, Brooklyn werden Stahlträger ...   Im Containerterminal von Red Hook, Brooklyn werden Stahlträger für den Export gesichert

Das Außenhandelsdefizit der USA hat im Januar den Rekordwert von 68,5 Mrd. $ erreicht. Dies gab das US-Handelsministerium am Donnerstag bekannt. Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf lediglich 66,5 Mrd. $ von revidiert 65,1 Mrd. $ im Vormonat gerechnet. Hohe Ölpreise trieben den Wert der Einfuhren auf ein Rekordhoch von 182,9 Mrd. $, ein Plus von 3,5 Prozent. Die Exporte kletterten um 2,5 Prozent auf 114,4 Mrd. $. Im gesamten vergangenen Jahr betrug das Defizit der US-Handelsbilanz 723,6 Mrd. $ - ebenfalls ein Rekordhoch. Sollte der Fehlbetrag in diesem Jahr allerdings mit dem Tempo vom Januar weiter steigen, wird 2006 die Marke von 800 Mrd. $ durchbrochen. Das Defizit in der US-Handels- und Leistungsbilanz wird an den Märkten mit großer Sorge betrachtet. Zur Finanzierung des Fehlbetrags benötigen die USA massive Kapitalzuflüsse aus dem Ausland. Bleiben diese aus, droht eine Dollar-Abwertung mit entsprechenden Auswirkungen für die Weltwirtschaft. Zum FTD-PodcastZum FTD-Blog "Kapitalisten"FTD-Newsticker - die aktuelle Nachrichtenlage für Ihr Java-Handy.

  • Reuters, 09.03.2006
    © 2006 Financial Times Deutschland
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