Das Außenhandelsdefizit der USA hat im Januar den Rekordwert von 68,5 Mrd. $ erreicht. Dies gab das US-Handelsministerium am Donnerstag bekannt. Ökonomen hatten mit einem Anstieg auf lediglich 66,5 Mrd. $ von revidiert 65,1 Mrd. $ im Vormonat gerechnet. Hohe Ölpreise trieben den Wert der Einfuhren auf ein Rekordhoch von 182,9 Mrd. $, ein Plus von 3,5 Prozent. Die Exporte kletterten um 2,5 Prozent auf 114,4 Mrd. $. Im gesamten vergangenen Jahr betrug das Defizit der US-Handelsbilanz 723,6 Mrd. $ - ebenfalls ein Rekordhoch. Sollte der Fehlbetrag in diesem Jahr allerdings mit dem Tempo vom Januar weiter steigen, wird 2006 die Marke von 800 Mrd. $ durchbrochen. Das Defizit in der US-Handels- und Leistungsbilanz wird an den Märkten mit großer Sorge betrachtet. Zur Finanzierung des Fehlbetrags benötigen die USA massive Kapitalzuflüsse aus dem Ausland. Bleiben diese aus, droht eine Dollar-Abwertung mit entsprechenden Auswirkungen für die Weltwirtschaft. Zum FTD-PodcastZum FTD-Blog "Kapitalisten"FTD-Newsticker - die aktuelle Nachrichtenlage für Ihr Java-Handy.